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Windows 7 Beta im Test
Schon die Testversion von Windows 7 sticht Windows Vista aus  30.01.2009
13:39
Inhaltsverzeichnis:
1. Windows 7 Beta auf drei verschiedenen Rechnern
2. Frühjahrsputz auf der Benutzeroberfläche

Noch bis zum 10. Februar können Interessenten die neue Betriebssystemversion Windows 7 von Microsoft in einer Beta herunterladen und testen. Nachdem wir bereits zu Beginn dieses Monats auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erste Eindrücke von Windows 7 sammeln konnten, haben wir nun weitergehende Informationen und Eindrücke zum neuen Betriebssystem von Microsoft gewinnen können. Dazu installierten wir die Beta-Version von Windows 7 auf drei Rechnern: auf einem gut fünf Jahre altem Rechner Marke Eigenbau, auf dem über drei Jahre alten Notebook Vaio S4XP von Sony und auf dem nagelneuen Ultra Portable PC Sony Vaio P11.

Die Hardware im Test

Beim Sony Vaio S4XP handelt es sich um Notebook mit Intel-Pentium-M-Prozessor mit 2.0 GHz, L2 Cache 2 MB, einem Intel-Chipsatz 915 GM/ICH6, 2 GB RAM, 100 GB S-ATA-HDD, Nvidia Geforce Go 6200, 128 MB V-RAM, einem 13,3-Zoll-Display mit 1'280 mal 800 Pixel Auflösung, Realtek ALC260 HD-Audio, WLAN Intel IPW2200 (b/g) und Intel Fast-Ethernet. Im Rechner Marke Eigenbau stecken ein Athlon XP 2800+, 2,083 GHz, L2 Cache 512 kB, ein Nvidia-Nforce-Chipsatz , ein Asus-Mainboard, 2 GB RAM, 250 GB S-ATA-HDD, Nvidia Geforce 5700 und 256 MB V-RAM. Voraussetzungen für Windows 7 sind ein 32- oder 64-Bit-Prozessor mit 1 GHz, 1 GB Systemspeicher, 16 GB verfügbaren Festplattenspeicher, einer Grafikkarte mit Unterstützung von DirectX-9-Grafiken mit einem Speicher von 128 MB und Treiber mit MDDM-Unterstützung (wichtig für das Aero-Design) und eine Internetverbindung, um die Betaversion und Updates herunterzuladen. Über Windows-Update ist auch der Patch für den MP3-Bug erhältlich.

Nicht alle Treiber sofort erhältlich

Auf allen drei Rechnern hinterliess die Bestückung mit Windows 7 einen anderen Eindruck, am schnellsten fühlte sich der Vista-Nachfolger auf dem ältesten der drei Testgeräte wohl. Alle Treiber waren dabei oder wurden direkt im Anschluss an die Installation via Windows-Update aus dem Netz gesaugt. Ein wenig anders war unser Empfinden beim Sony Vaio P11: Hier dauerte die Installation im Test schon etwas länger, was sicher dem wenig schnellen Intel-Prozessor Atom Z530 und der nicht optimal implementierten USB-Ports geschuldet war. Dafür waren auch beim Sony Vaio P11 fast alle Treiber auf DVD oder im Update vorhanden. Lediglich System-Bus und der Gigabit-Netzwerkanschluss verlangten nach zusätzlichen Dateien.
      Deutlich mehr zu tun war beim Sony Vaio S4XP. Insgesamt fünf Geräte konnte das System nach seinem Erststart nicht einbinden, zwei Treiber kamen via Windows-Update. Einer von beiden - der Treiber für den Realtek-Sound - meldete zudem nach einem Neustart, dass die mitinstallierte Software möglicherweise Probleme mit Windows 7 hervorrufen könnte. Dies ist unverständlich, da Treiber samt Software ganz offiziell über Microsoft ausgeliefert werden.
 

Vorschau des Programmfensters
Screenshots: teltarif


      Bei den verbleibenden drei Geräten war guter Rat von Nöten. Weder Treiber für Windows 7 noch für Windows Vista sind bei Sony direkt erhältlich. Den Treiber für den WLAN-Chipsatz IPW2200 von Intel fanden wir schliesslich in einem rund 190 MB grossen Treiberpaket für Windows Vista. Windows 7 Beta installierte den Treiber ohne Murren. Daher ist zu vermuten, dass auch andere Vista-Treiber ohne Warnung des Systems genutzt werden können.

Bootmenü für Systemauswahl

Von diesem Erfolg angespornt sollten im Test die anderen beiden Geräte mit Hilfe von Windows-XP-Treibern zur Mitarbeit überredet werden. Das funktionierte ebenfalls ohne Warnungen oder Hinweise auf mögliche Inkompatibilitäten. Jedoch scheint das nicht die Regel zu sein. In einem früheren Installationsversuch von Windows 7 Beta auf dem Laptop haben wir auf einen Windows-XP-Treiber für den WLAN-Chip zurückgegriffen. Dadurch kam es vereinzelt zu Abstürzen des Explorer-Prozesses. Glücklicherweise hatte dieser Absturz nicht das Gesamtsystem mit in den Abgrund gerissen, der früher übliche Bluescreen bei Treiberproblemen war ausgeblieben. In unserem neuen Versuch kam es ein weiteres Mal zu Inkompatibilitäten: Statt des als Beta gekennzeichneten Nvidia-Treibers aus dem Windows-Update griffen wir zum letzten stabilen Grafiktreiber von Sony. Diesem fehlte die Unterstützung für die Visualisierungstechnik Windows Display Driver Model (WDDM). Ohne das WDDM fehlten einige der Visualierungsfunktionen wie Transparenz und Voransichten. Positiv bei der Installation ist anzumerken: Ist bereits ein Windows XP oder Windows Vista auf dem Rechner vorhanden, legt Windows 7 ein Bootmenü an, aus dem der Nutzer das zu startende System auswählen kann. Bei einem Upgrade wird das alte System in einen eigenen Ordner mit dem Anhang ".old" verschoben. Ist Linux bereits installiert, schert das Windows 7 nicht im geringsten. Es lässt die Installation unangetastet, überschreibt jedoch den Bootloader, der mit wenigen Handgriffen wiederhergestellt werden kann.

Ältere Treiber und Software können weiter verwendet werden

Nachdem nun die Installationen geglückt und alle Geräte erkannt waren, konnte Windows 7 Beta den Betrieb aufnehmen. Hier zeigte sich im Test wiederum, dass auch ältere Treiber und Software - zumindest derzeit - nutzbar bleiben. Programme, die für die Installation unter Windows XP und Windows Vista gedacht sind, funktionierten ausnahmslos. Auch die Inbetriebnahme der UMTS-Sticks zweier deutscher Mobilfunkbetreiber verlief reibungslos. So war schnell unsere gewohnte Arbeitsumgebung mit Firefox-Browser, OpenOffice und mobilem Internetzugang geschaffen.
 

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