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Maemo, das Betriebssystem für mobile Endgeräte aus dem Hause Nokia,
erfreut sich in letzter Zeit
einer grossen, medialen Aufmerksamkeit. Kein Wunder, haben die Finnen doch angekündigt,
auch verstärkt auf dieses OS zu setzen:
Maemo soll auf diversen High-End-Geräten zum Einsatz kommen.
Stammsystem bleibt aber offenbar zunächst das altbekannte Symbian.
Als Begründung für die Ausrichtung auf ein weiteres System war aus Kreisen zu vernehmen,
dass Symbian über die Jahre unter anderem zu schwerfällig geworden sei und die Integration
von neuen Features einen (zu) grossen Aufwand bedeute.
Doch damit nicht genug:
Zum Mobile World Congress 2010 gab es die Ankündigung, im Rahmen einer Kooperation mit Intel Maemo und ein System des Chipherstellers, Moblin
genannt, zur neuen MeeGo-Plattform zu verschmelzen.
Die damit stark wachsende Aufmerksamkeit für Maemo ist neu, das System als solches allerdings nicht: Bereits seit Ende 2005 ist Maemo verfügbar, damals in der Erstversion 1.1. Eingesetzt wurde es in der Folge auf den (wenig bekannten) Nokia-Tablets, zum Beispiel in Version 4 auf dem mässig attraktiven N810. Auf dem Nachfolger N900 läuft mittlerweile Maemo 5. Das System ist Linux-basiert und verwendet hierbei eine modifizierte Variante der Debian-Distribution sowie des Gnome-Desktop, beides in der Linux-Welt populäre Projekte. In der aktuellen Maemo-Version 5 wurde im Vergleich zur Vor-Version unter anderem die via Touchscreen steuerbare Oberfläche optimiert und die (für eine wirkliche Alternative im Segment der mobilen Betriebssysteme wichtige) Mobilfunk-Anbindung integriert. Der N900-Vorgänger konnte zum Beispiel entsprechend nur via VoIP telefonieren, via WLAN oder Internet-Verbindung über Bluetooth-Schnittstelle.
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