Inhaltsverzeichnis:1. Wer benötigt eine Freisprechanlage?
2.
Headsets und Plug-in-Geräte
3.
Integrierte Kfz-Modelle
Telefonieren am Steuer ist nicht ungefährlich und
kann heutzutage zudem richtig teuer werden:
So ist die Nutzung des Mobiltelefons im Kfz mit einem Bussgeld von 100 Franken belegt,
falls hierfür das Gerät in die Hand genommen wird.
Abhilfe schafft eine Freisprecheinrichtung, da der Gesetzgeber
die Nutzung nicht gesetzlich unterbunden hat. Eine entsprechende Motion wurde
vor einiger Zeit mit der Begründung abgelehnt, dass das Telefonieren
zwar auch hier die Fahrtüchtigkeit beeinträchtige,
diese aber vergleichbar mit dem Einfluss von Musik oder Gesprächen mit Mitfahrern sei.
Da es somit auch keine rechtlichen Vorgaben für die technische Umsetzung
gibt, bieten sich zwei verschiedene Varianten an: Zum einen die Nutzung eines Headset,
zum anderen die Verwendung speziell für Autos angepasster Geräte.
Wichtigste Eigenschaft einer Freisprecheinrichtung ist die
einwandfreie Sprachverständlichkeit. Erst in zweiter Linie sollte
bei der Anschaffung auf den Preis geachtet werden, denn eine
kostengünstige Variante
hat wenig Nutzen, wenn damit sinnvolle Gespräche unmöglich sind.
In Kfz ist eine gute Sprachverständlichkeit nicht leicht
zu realisieren, da hier die Akustik besonders
problematisch ist: Laute Umgebungsgeräusche
sowie die relativ kleine und damit schallige Bauweise eines Autos
erschweren die Übertragung. Die verständliche Wiedergabe via
Lautsprecher ist noch relativ einfach umzusetzen, die Schwierigkeit
liegt aber in einer qualitativ hochwertigen Realisierung der Sprachaufnahme
per Mikrofon: Motor-, Reifen- und Windgeräusche
bilden eine Geräuschkulisse, die meist lauter ist als die Stimme des
Nutzers.

 Ausrichtung des Mikrofons entscheidet über Sprachqualität
 |
|
Zur einwandfreien Verständlichkeit tragen daher Art und
Anbringung des Mikrofons wesentlich bei. Das Gerät sollte nur
Geräusche aus einer bestimmten
Richtung aufnehmen sowie möglichst dicht am Mund des Nutzers angebracht sein.
Da es jedoch nicht die Sicht des Fahrers behindern darf, ist es
bei fest eingebauten Modellen meist am Cockpit oder an der A-Säule befestigt.
Dies ist akustisch leider nicht optimal, da
sehr viele Nebengeräusche mit aufgenommen werden.
Problematisch ist auch der Rückkopplungseffekt, da das Mikrofon zusätzlich die
Signale aus dem Lautsprecher der Freisprecheinrichtung "mithört".
Freisprechanlagen sollten vor dem Kauf getestet werden

Um dies zu verhindern, werden hochwertige Freisprechanlagen mit digitalen
Schaltungen ausgestattet, welche die Rückkopplung vom eigentlichen Signal
trennen können. Trotz echo- und kopplungsfreier Modelle bleibt jedoch
die Sprachverständlichkeit im Auto deutlich hinter der gewohnten Qualität
eines normalen Telefonates zurück. Ein Gespräch zwischen zwei Fahrern
in lauten Diesel-Kleinbussen ist selbst
mit den hochwertigsten und teuersten
Freisprecheinrichtungen oft nur schwer verständlich.
Auf Grund der genannten Probleme sollten beim Kauf eines Gerätes
dessen Qualität unbedingt vorab getestet werden.
Wenn eine Freisprecheinrichtung nicht in einem
Vorführwagen ausprobiert werden kann und sich das Fabrikat nicht in einschlägigen
Produkttests findet, sollten besser auf den Kauf verzichtet werden.
nächste Seite:
Headsets und Plug-in-Geräte