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Mit Handy, Smartphone und Laptop ins mobile Internet
GPRS, UMTS, HSPA, WLAN und Zukunftstechnologie LTE
GPRS/EDGE, UMTS, HSDPA, LTE oder WLAN - die Möglichkeiten, per Handy, Smartphone, Tablet oder Netbook das Internet mobil zu nutzen, sind vielfältig. Die Über­tragungs­geschwindig­keiten nehmen weiter zu und machen so die mobile Nutzung des Internets zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für den kabelgebundenen Breitband­anschluss per DSL oder TV-Kabel.
      Mit einem Smartphone kann der Nutzer nicht nur im Web surfen und mobile Apps nutzen, sondern er kann es auch als Modem für andere Geräte einsetzen, falls das Handy diese Funktion namens "Tethering" beherrscht. Dies eignet sich zum Beispiel für Laptops oder Tablets ohne integriertes UMTS-Modul. Alternativ kann der Nutzer für einen einzelnen Rechner den mobilen Internetzugang auch per USB-UMTS-Stick herstellen. Mit einem UMTS-Router können sich gleich mehrere Geräte über WLAN einen Zugang ins mobile Internet teilen.

HSPA+ und LTE: Datenübertragungen mit hundert MBit/s

HSDPA erlaubt je nach Anbieter mobiles Surfen mit bis zu 14,4 MBit/s mehr im Downstream. Doch die Mobilfunkanbieter sind schon dabei, ihre Netze mit den nächsten Technologien wie HSPA+ und LTE aufzurüsten.
      Sowohl HSPA+ als auch LTE ermöglichen prinzipiell Übertragungsraten von bis zu 84 MBit/s, LTE sogar darüber hinaus. Ausserdem wird schon am LTE-Nachfolger gearbeitet: Bereits 2014 sollen via LTE Advanced Downstream-Raten von bis zu 1 GBit/s möglich sein.
      Für LTE sollen vorwiegend die Frequenzen der sogenannten Digitalen Dividende verwendet werden. Diese wurden durch die Einführung von DVB-T für die terrestrische Fernsehübertragung frei, weil DVB-T weniger Bandbreite pro Sender benötigt als das vorherige analoge TV. Während HSPA bereits verfügbar ist, haben die Netzbetreiber mit dem Aufbau der LTE-Infrastruktur auf die Neuvergabe der Mobilfunkfrequenzen gewartet. Nach der Abschluss der Frequenz-Auktion im Februar 2012 haben die Netzbetreiber nun Planungssicherheit bis 2028. Sowohl Swisscom als auch Sunrise und Orange haben Frequenzen im 800-MHz- und im 2,6-GHz-Band ersteigert, welche vorrangig für mobiles Internet via LTE verwendet werden sollen.
      Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung kommt LTE auch für den stationären Einsatz als Ersatz für kabelgebundene Lösungen in Frage. So soll der Zugang zum Breitband-Internet auch in ländlichen Gegenden möglich sein, wo kein DSL oder Kabel-Internet verfügbar ist.

WLAN für unterwegs

Wer unterwegs ins Internet will, kann neben der Datenübertragung via Mobilfunk auch WLAN nutzen - wenn denn ein öffentlicher Hotspot zur Verfügung steht. Das kann dann günstiger sein (je nach Ort sogar umsonst) - muss es aber nicht, da sich zum Beispiel manches Hotel die Nutzung teuer entlohnen lässt. Auch hinsichtlich der Übertragungsgeschwindigkeit kann die WLAN-Nutzung Vorteile bringen, aber auch hier ist die schnellere Datenübertragung nicht zwangsweise gegeben: In manchem Café teilt sich der Nutzer den WLAN-Zugang mit unzähligen anderen Gästen, der dann wiederum mit einem klassischen DSL-Anschluss angebunden ist - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bandbreite des einzelnen Nutzers.

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