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Digitaler Werbemüll in der Mailbox
Spam - Folgen, Rechtslage, Schutz und Abwehr
Inhaltsverzeichnis:
1. Wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe
2. Die Methoden der Spammer
3. Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Das grösste Ärgernis für jeden Nutzer des Kommunikationsmediums E-Mail ist mittlerweile wohl das Phänomen Spam. Die moderne Variante der Postwurfsendung überflutet Mailboxen mit Angeboten für Produkte und Dienstleistungen, die niemand braucht oder verlangt hat. Spamming verstopft die E-Mail-Systeme. Schon seit Jahren besteht über 90 Prozent des weltweiten E-Mail-Verkehrs aus Spam.

Send Phenomenal Amounts of Mail

Das grösste Ärgernis für jeden Nutzer des Kommunikationsmediums E-Mail ist mittlerweile wohl das Phänomen Spam. Die moderne Variante der Postwurfsendung überflutet Mailboxen mit Angeboten für Produkte und Dienstleistungen, die niemand braucht oder verlangt hat. Werden solche Werbe-Mails wahllos und in grossen Mengen verschickt, spricht man von "Spamming", die Absender werden entsprechend "Spammer" genannt.
      Spamming betrifft nicht nur das Medium E-Mail. Ebenso bekannt sind Belästigungen via SMS und Fax oder in Newsgroups. Nachfolgende Informationen sind allerdings auf die bekannteste Form des Werbemülls beschränkt - das E-Mail-Spamming.
      Die Verwendung des Wortes "Spam" für digitalen Werbemüll geht wahrscheinlich auf das in den USA bekannte Frühstücksfleisch in Dosen zurück, das durch einen Monty-Python-Sketch berühmt wurde. Spam wird meist von unseriösen Geschäftsleuten versandt, die fragwürdige und manchmal schlicht illegale Waren, Geschäfte oder Inhalte anbieten. Beispiele für solche ungebetenen E-Mail-Werbesendungen sind Reklame für Pyramidenspiele oder Schneeballsysteme, "get-rich-quick"-Angebote sowie Anzeigen zum Beispiel für Viagra und weitere Medikamente, gefälschte Markenprodukte, Billig-Aktien oder schlicht Porno-Seiten.
      Spamming verstopft die E-Mail-Systeme, die absolute Mehrzahl aller Mails ist heutzutage Spam. Auch für die Wirtschaft sind Spam-Mails mittlerweile ein ernsthaftes Problem. Die Kosten für Unternehmen durch Herunterladen, Aussortieren und Löschen der unverlangten Mails liegen im Milliarden-Bereich.

Selbstschutz in Sachen Spam

Um unerwünschte Werbe-Mails versenden zu können, muss der Spammer zunächst die E-Mail-Adresse seines Opfers herausfinden. Unter Beachtung einiger leichter Regeln kann jeder E-Mail-Nutzer dafür sorgen, dass seine Adresse nicht so schnell in die Hände von Spammern fällt. Die einfachste und wichtigste Massnahme gegen Spam ist es, nie Antworten an den Absender oder an die im Mail-Text angegebenen Adressen zurückschicken. Vorsicht, wenn in der E-Mail Internetadressen angegeben werden. Wird auf den Link geklickt, könnte dies der Verifizierung von E-Mail-Adressen dienen. Der Nutzer sollte auch nie Links anklicken, mit denen man sich angeblich aus einer Empfängerliste entfernen kann. Der Spam-Versender kann auf diese Weise eine Bestätigung für die Existenz des betreffenden E-Mail-Kontos erhalten.
     
So schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse
  • Nie auf Spam antworten
  • Nie unbedacht Links anklicken
  • Mit der E-Mail-Adresse sorgfältig umgehen
  • HTML-Mails meiden
  • Vorsicht bei Robinson-Listen
E-Mail-Adressen sollten nur an vertrauenswürdige Personen und Institutionen weitergegeben werden. Auf Veröffentlichung in Newsgroups, Zeitungen, etc. sollte so weit wie möglich verzichtet werden. Auch sollten E-Mail-Adressen nur in Formulare vertrauenswürdiger Firmen eingetragen werden. In jedem Fall schont es Zeit und Nerven, als öffentliche E-Mail-Adresse nicht dieselbe wie für private und wichtige Korrespondenz zu verwenden.
      Weiterhin ist es sicherer, die HTML-Ansicht auszuschalten. Das ist bei der Anzeige mit einem E-Mail-Client wie Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird immer möglich sowie bei einigen Freemail-Anbietern auch beim Webmail-Interface. Oft enthalten Spam-Mails im HTML-Text ein Bild. Wenn man dieses Bild lädt, wird eine Verbindung zum Versender aufgebaut, der so die Richtigkeit der E-Mail-Adresse bestätigt bekommt.
      Manchmal wird dazu geraten, sich in so genannte Robinson-Listen einzutragen. Wer seine E-Mail-Adresse dort hinterlegt, sollte keinen Werbemüll von denjenigen Personen oder Unternehmen erhalten, die sich dort registriert haben. Häufig zeigt der Eintrag jedoch gar keinen Effekt, im schlimmsten Fall wird bei unseriösen Anbietern dadurch die Adresse weiteren Adresshändlern zur Verfügung gestellt.
      Auf der der folgenden Seite lesen Sie, wie Sie mithilfe von Spam-Filtern lästige Arbeit vermeiden können und auf welche Art und Weise Spammer technisch vorgehen, um den E-Mail-Versand zu organisieren.
 

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