Die meisten der alternativen Telefongesellschaften haben eine spezielle
Vorwahl, um auf ihr Netz zu gelangen. Diese beginnt mit den Ziffern
107 oder 108. Jeder Netzanbieter hat eine eigene Nummer, über die sich
der Nutzer in das Netz der einzelnen Anbieter einwählen kann.
Im Fall von
sunrise lautet diese Vorwahl
beispielsweise 10707,
Tele2
hat die 10757. Wird diese Vorwahl gewählt, wird das Gespräch über das
Netz des jeweiligen Anbieters geschickt. Die Vermittlung
zum Zielpunkt und die Abrechnung ist dann die Aufgabe dieser Telefongesellschaft.
Anders als beispielsweise in Deutschland ist der Markt jedoch dadurch etwas
gehemmt, dass sich der Kunde für jeden Anbieter und seine Dienste einzeln
anmelden muss. Es gibt jedoch auch andere Wege, die wir Ihnen hier jeweils
kurz vorstellen wollen.
Auswahl der Gesellschaft vor jedem Telefonat: Call by Call

Sie führen ein Telefonat mittels einer anderen Telefongesellschaft,
indem Sie zunächst die Vorwahl dieser Telefongesellschaft
eingeben und dann die Rufnummer wie bisher wählen. Die 0 bzw. 00 vor
nationalen und internationalen Vorwahlen bleibt dabei erhalten.
Wenn Sie also 061/1234567 in Basel mittels Econophone anrufen wollen,
tippen Sie 10781/06/1234567. Die am häufigsten benötigten
Nummern lassen sich leicht inklusive der Sparvorwahl in das Telefon
einprogrammieren. Das schöne an der Sparvorwahl: Bei jedem Telefonat
kann individuell entschieden werden, welche Telekommunikationsfirma
dieses Gespräch vermitteln soll.
Daher heisst dieses Verfahren Call by Call. Es kann
auch benutzt werden,
wenn man bei einer anderen Telefongesellschaft eine Pre-Selection
(siehe unten) geschaltet hat.
Leider muss man sich in der Schweiz bei jedem Anbieter, über den man
telefonieren möchte anmelden und erhält von diesem eine eigene Rechnung.
Vereinfachung des Zugangs: Pre-Selection

Es ist lästig, vor jedem
Telefonat die Zugangsnummer seines bevorzugten Anbieter einzutippen.
Dafür gibt es die
Möglichkeit der Pre-Selection: für jedes Telefonat, das
mit 0 oder 00 beginnt, wird die Sparvorwahl bei der
Swisscom oder den entsprechenden anderen Unternehmen
fest
eingestellt. Je nach Anbieter kann es sinnvoll sein, auch Gespräche innerhalb
der eigenen Vorwahlzone
über die Pre-Selection-Gesellschaft zu führen. Dies geschieht, indem man
die eigene Vorwahl mitwählt.
Für die Einrichtung der Pre-Selection verrechnet
Swisscom den Alternativanbietern
eine Gebühr von zur Zeit einmalig 25 Franken. Die meisten
Konkurrenzunternehmen stellen diese den Kunden nicht in Rechnung.
Für unterwegs: Calling Cards

Callthrough bedeutet, dass Sie sich zumeist über eine kostenlose 0800-Nummer
in den Telefoncomputer eines Telefonanbieters einwählen.
Der Unterschied zu Call
by Call: Beim Callthrough muss man nach der Einwahl erst
eine PIN-Nummer tippen, dann die Nummer, die man eigentlich
erreichen will. Es ist also eine ziemlich lange Zahlenkombination. Wie beim
Geldautomaten muss die PIN-Nummer geheimgehalten werden. Sonst kann
derjenige, der die PIN erfährt, auf fremde Kosten telefonieren. Bei einigen Karten entfällt auch das Eintippen des PIN-Codes, da der Computer die Nummer des Anrufers erkennt.
Es gibt aber auch Vorteile: So funktioniert Callthrough auch
vom Hoteltelefon und vom Mobilfunk aus.
Oft muss bei Callthrough die Leistung im Voraus bezahlt werden
(Prepaid Calling Cards). In diesem Fall ist besondere Vorsicht
angebracht, insbesondere, wenn die Karten günstig sind und die Karten
nicht von einer bekannten Firma stammen. Dann nämlich kann bezahltes Guthaben bei
einem Konkurs einfach verloren sein. Auch geachtet werden sollte
auf den Abrechnungstakt sowie den Zeitpunkt, ab dem das Gespräch bezahlt
werden muss. Hier unterscheiden die Anbieter zwischen dem Beginn des eigentlichen
Gespräches und dem Zeitpunkt der Verbindung zum Vermittlungscomputer.