Mit der Einführung der
UMTS-Netze haben die
Mobilfunk-Netzbetreiber auch neue Dienste zur Verfügung gestellt,
zu denen unter anderem die Videotelefonie gehört. Für diese
Handygespräche mit Bild benötigen beide Gesprächspartner ein
Mobiltelefon, das den schnellen Datenübertragungsstandard unterstützt.
Die maximal mögliche Datenübertragungsrate im
GSM-Netz reicht dagegen für
Telefonate mit Begleitbild nicht aus,
auch über eine Technologie wie
EDGE ist Videotelefonie nicht möglich.
Swisscom Mobile und sunrise mit gleichen Preisen wie für Sprachanrufe

Waren Gespräche zwischen Nutzern bei unterschiedlichen Netzbetreibern
lange Zeit nicht möglich, wurde dieses Problem durch verstärkte Kooperationen
zumindest teilweise behoben.
Swisscom Mobile
und
sunrise
berechnen für Videotelefonate die gleichen Kosten wie für einen normalen
Sprachanruf.
Orange hat einen Einheitstarif von 49 Rappen pro
Minute eingeführt. Ein Aufpreis für die Übertragung des Bildsignals fällt nicht an.
Allerdings weisen die Netzbetreiber darauf hin, dass bei der Nutzung der
Videotelefonie im
Ausland Roaming-Zuschläge anfallen.
Wie hoch diese sind, hängt unter anderem von der Tarifgestaltung des
Partner-Netzbetreibers im Gastland ab.
Besondere Einstellungen am Handy sind zur Nutzung der Videotelefonie
nicht erforderlich. Die meisten Modelle sind mit einer zweiten Kamera auf
der Vorderseite ausgestattet, die eine komfortable Nutzung der Videotelefonie
ermöglicht. Mit einem für den Dienst geeigneten Telefon
kann dann einfach die gewünschte Zielrufnummer und anschliessend
die Option für ein Videogespräch
anstelle eines normalen Sprachanruf gewählt werden. Der
Gesprächspartner kann dabei selbst entscheiden, ob er den Anruf als Video- oder
Sprachtelefonat annimmt.