Inhaltsverzeichnis:1. IP-Telefonie erobert den Telekommunikationsmarkt
2.
So funktioniert VoIP
3.
Brücken ins Festnetz
4.
Einsatzbereiche und VoIP-Anbieter
5.
VoIP in Unternehmen
6.
Links zum Thema VoIP
Das Telefonieren über Datennetze ist wieder ins Gespräch gekommen. Nachdem in
den 90er Jahren die Internet-Telefonie nach einem kurzen Hype schnell wieder
von der Bildfläche verschwunden war, beginnt die inzwischen wesentlich
ausgereiftere Technologie den TK-Markt zu erobern. Vor allem in Firmen- und
Hochgeschwindigkeitsnetzen ersetzt Voice over IP (VoIP) langsam, aber sicher
die herkömmlichen Telefonleitungen. Nach einer Schätzung von Forrester Research
wird die neue Technologie im Jahr 2006 in Europa einen Marktanteil von drei
Prozent und im Jahr 2010 einen Marktanteil 30 Prozent besitzen. Bis
2020 wird der Prognose zufolge auch der letzte Telekomunikationsanbieter auf
VoIP umgestiegen sein.
Der Begriff "Voice over IP" kennzeichnet lediglich die technologische Basis.
Bereits heute werden Gespräche in die USA zu ca. 30 Prozent mit VoIP
abgewickelt, ohne dass die Telefonteilnehmer etwas davon merken. Eine Umsetzung
auf die Paketnetztechnologie findet in diesem Fall erst beim Provider statt. Der
Begriff "IP-Telefonie" wird verwendet, wenn bereits die Endgeräte VoIP-Technologie
einsetzen.
Die Vorteile von Voice over IP

Die zwei Hauptargumente, die für den Einsatz von VoIP-Technologie genannt werden
sind Kosteneinsparungspotentiale und neue Dienste, die einen Mehrwert gegenüber
der herkömmlichen Telefonie darstellen. Nahezu jedes Unternehmen unterhält heutzutage
ein Datennetzwerk. Zusätzlich wird in der Regel ein zweites unabhängiges
Telefonnetzwerk betrieben. Deshalb liegt es nahe, mit heutiger Technik
Computeranwendungen und Telefoniedienste in einem einzigen Netzwerk zu vereinen.
Die Installation und Pflege eines separaten Telefonnetzes entfällt in diesem Fall.
Arbeitsplatztelefone werden nun mit einem Ethernet-Netzwerkanschluss ausgestattet
und lernen die passenden Netzwerkprotokolle, die im Ethernet verwendet werden.
Mehrere Standorte eines Unternehmens brauchen lediglich noch mit einer
Datenleitung miteinander verbunden werden, über die auch telefoniert werden kann.
Besonderer Einsparungseffekt dabei: Gespräche ins Ortsnetz des jeweils anderen
Standorts können auch bei weit entfernten Niederlassungen zum Ortstarif geführt
werden.
Auch im Privatbereich lassen sich mit VoIP Kosten senken: Die ersten
Provider bieten inzwischen DSL ohne Analog- oder
ISDN-Anschlüsse an, so dass der herkömmliche Telefonanschluss entfällt. Gespräche
zwischen Internet-Telefonen innerhalb des eigenen Netzwerks sind dabei
üblicherweise kostenlos.
Die Entwicklung der WLAN-Technologie und eine zunehmende
Anzahl von WLAN-Hotspots im öffentlichen Bereich ermuntern Hersteller wie
Motorola und NEC derzeit, Produkte
zu entwickeln, die sowohl GSM oder UMTS als auch WLAN
unterstützen. Auch Marktführer Nokia hat in den Communicator
9500 WLAN integriert. Andere Geräte, wie das
Zyxel Prestige 2000W WiFi-Phone, funken
ausschliesslich im WLAN. Es wird erwartet, dass die Minutenpreise deutlich günstiger
ausfallen als bei den klassischen Mobilfunktarifen.
Neue Dienste durch VoIP

Das zweite Argument der neuen Dienste für VoIP betriff Anwendungen, die durch die
Zusammenführung von Telefon- und Datenverkehr in einem digitalen Netzwerk entstehen
können. Nun ist echtes Unified Messaging möglich - Sprachnachrichten, Faxe und
E-Mails landen in einem gemeinsamen Posteingang. Das Feature "Click-to-Dial"
ermöglicht Anrufe aus einer Web-Oberfläche heraus, ähnlich wie der Klick im Browser
auf eine Mailadresse ein E-Mail-Bearbeitungsfenster öffnet. Mit Hilfe dieser so
genannten Sprach-/Datenintegration kann ein Telefongespräch z.B. mit einem
Kundenberater eines Web-Shops initiiert werden.
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