virtuelle Mailbox

Combox: Nur für Swisscom-Kunden

Swisscom bietet mit Combox einen virtuellen Telefonbeantworter an. Aber nur für Kunden ohne Preselection bei anderen Anbietern. Wir sagen Ihnen, wie die Konkurrenz reagiert.
Von Ralf Beyeler

Swisscom bietet im Festnetz neu die vom Natel bekannte Combox basic und Combox pro an. Mit diesem direkt im Swisscom-Netz integrierten Telefonbeantworter braucht man keinen herkömmlichen Telefonbeantworter mehr.

Combox basic ist kostenlos und Combox pro kostet monatlich CHF 5.--. Für dieses Geld wird aber auch einiges geboten: Direktzugriff vom Internet auf den Telefonbeantworter, Zustellung per E-Mail, drei verschiedene Ansagetexte. Die Information über eine eingegangene Nachricht kann praktischerweise bei beiden Varianten kostenlos über eine SMS auf ein Swisscom-Mobilfunktelefon erfolgen.

Die bisherige MessageBox gibt es nicht mehr. Beim Abrufen der Combox vom eigenen Anschluss aus entstehen keine Gebühren. Negativ fällt auf, dass Swisscom diese Dienstleistung nur ihren eigenen Preselection-Kunden anbietet. Wer also dank einer Preselection bei Sunrise günstiger im Lokaltarif telefoniert, bei diAx in der Nacht für 50 Rp./Std. surft, bei Econophone täglich 99 Minuten gratis surft oder bei einem anderen Anbieter einfach günstiger telefonieren will, ohne einen umständlichen Code zu wählen, kann nicht von Combox profitieren.

Kunden von Multilink haben es in dieser Beziehung gut: Multilink bietet seinen Easilink-Kunden bereits seit Anfangs Dezember 1999 eine eigene Mailbox an.

Bei Sunrise, GTN und Tele2 arbeitet man mit Hochdruck an einer virtuellen Mailbox. Anfangs 2000 wollen diese drei Anbieter für Preselection-Kunden entsprechene Dienstleistungen anbieten können. Telesonique und diAx klären derzeit noch intern ab, ob sie diese Dienstleistung anbieten können. Kein Thema ist die virtuelle Mailbox derzeit noch bei Interoute.