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WLL: Telesonique reicht Beschwerde ein, Auktion verschoben

Anerkennt das Bundesgericht die aufschiebende Wirkung, ist die WLL-Auktion für längere Zeit blockiert. Telesonique begründet gegenüber teltarif.ch ihre Einsprache.
Von Ralf Beyeler
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Die Genfer Telefongesellschaft Telesonique hat beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. Sie fecht zwei Verfügungen über die Zulassung zur Auktion der Konzessionen für den drahtlosen Teilnehmeranschluss (Wireless Local Loop) an, wie das Bundesamt für Kommunikation in einer Pressemitteilung informiert. Angefochen wurde die Zulassungsverfügung für die Teilnahme des eigenen Unternehmens und diejenige von diAx.

Das Bundesgericht wird zunächst über die aufschiebende Wirkung der eingereichten Beschwerden entscheiden müssen. Sollte diese anerkannt werden, kann die WLL-Auktion bis zum endgültigen Urteil über die Beschwerden nicht stattfinden. Sollte die aufschiebende Wirkung nicht bestätigt werden, soll der Beginn der Auktion nun am 08. März 2000 stattfinden.

Was führt zur Beschwerde von Telesonique? François Callegaro, Vize-Präsident von Telesonique, erklärt gegenüber teltarif.ch, dass im Auktionsverfahren die kleineren und mittleren Unternehmungen schwer benachteiligt werden. Telesonique soll die einzige reine Schweizerische Telefongesellschaft sein, die für die nationale Konzession an der Auktion teilnimmt. Die Versteigerungen führen zu hohen Preise für die Konzessionen, die schlussendlich der Kunde mit höheren Tarifen bezaht. Telesonique fordert daher freie Konkurrenz. Die Einsprache gegen die Verfügung der Firma diAx wurde eingereicht, weil diAx bereits über ein Mobilfunknetz verfügt und die Einführung von WLL für diAx daher kostengünstiger als für die anderen Mitbewerber sei.

Mit WLL könnten kleinere und mittlere Unternehmen sich über Funk an ein günstigeres Netz anschliessen lassen. Damit käme es in der letzten Meile endlich zu Konkurrenz.

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