Ombudsmann?

Basler Zeitung: Schweiz braucht Ombudsmann

Die Konsumentinnen und Konsumenten haben keine Anlaufstelle für Probleme. Deshalb schlägt die Basler Zeitung die Schaffung eines Ombudsmann vor.
Von Ralf Beyeler
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Die Basler Zeitung fragt sich in ihrer Ausgabe vom 14. Februar 2000, weshalb Schweizer Wechselmuffels sind. Häufig wird die Art der Schweizer als Begründung angegeben: Schweizer sind qualitätsbewusst, nicht sehr risikofreudig und keine Spielernaturen, die gerne Neues ausprobieren. Ein Grund sind aber auch die undurchsichtigen Tarifstrukturen. In der Schweiz gibt es von jeder Gesellschaft eine eigene Rechnung, was für viele Konsumentinnen und Konsumenten zu umständlich ist. Selbst wer von Swisscom Festnetz-, Mobilfunk-, Internet- und Calling-Card-Dienstleistungen bezieht, erhält monatlich vier Rechnungen. Weshalb wurde auf die Konsumentenbedürfnisse nicht mehr Wert gelegt, fragt sich die Basler Zeitung. In vielen Ländern gibt es gesetzliche Konsumentenschutzbestimmungen. Nur in der Schweiz habe man - so die BAZ - auf diesen Luxus verzichtet.

Mit dem Wettbewerb entsteht auch der Bedarf nach neutralen Anlaufstellen für Konsumentinnen und Konsumenten. Dort übernehmen oft die staatlichen Aufsichtsbehörden über die Telekommunikation diese Aufgaben. In Grossbritannien, so weiss die BAZ zu berichten, würden die zehn Anbieter mit den meisten Beschwerden auf der Homepage der Aufsichtsbehörde Oftel veröffentlicht.

Die Basler Zeitung schlägt deshalb vor, dass die Telekommunikationsfirmen einen Ombudsman einsetzen, der sich um die Anliegen der Versicherten kümmert. Entsprechende Einrichtungen kennen bereits die Banken, die Krankenkassen und die Versicherten. Schliesslich - so die BAZ - sollte allen Telekom-Gesellschaften daran gelegen sein, dass schwarze Schafe nicht das Image der Branche in Verruf bringen.

Selbstverständlich dürfen Sie sich bei Problemen mit den Telekommunikationsgesellschaften auch an teltarif.ch wenden. Wir werden versuchen, Ihr Problem zu lösen.

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