Wetter

"Wir haben das gleiche Schlamassel"

Orange-Chef Andreas Wetter gab der Sonntags-Zeitung ein Interview, in der er über nichtionisierende Strahlung, Preiskämpfe und Verkauf von Minuten spricht
Von Ralf Beyeler
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In einem Interview der Sonntags-Zeitung sagte Andreas Wetter, Geschäftsführer von Orange Schweiz, dass die Probleme mit der nichtionisierenden Strahlung NIS - teltarif.ch hat berichet - weiterhin ungelöst sei. Das Berner Verwaltungsgericht habe in einem sehr ähnlichen Fall anders entschieden als dasjenige vom Kanton Aargau. Solange die Frage mit der Strahlung nicht gelöst sei, könne man nicht an den Aufbau von vier neuen Netzen im UMTS-Standard denken. Dazu brauche es wahrscheinlich zuerst ein Bundesgerichtsurteil.

Auf die Frage, wann es auch im Mobilfunk zu weiteren Preissenkungen komme, sagte Wetter: "Damit aber eine Lawinne losbricht, müssen auch im Mobilbereich zuerst die Interkonnektionsgebühren gesenkt werden. Schliesslich war das auch bei den Festnetzpreisen der Auslöser." Herr Wetter, wo ist das Problem? Sie müssen ihre Strecke bezahlen und können dann zu den gleichen Preisen - wie die Festnetzanbieter - in das Festnetz.

Wetter kündigte weiterhin an, dass man sich das Verkaufen von Minuten (Service Providing) überlegen könne, wenn die eigene Abdeckung (ohne Swisscom-Roaming) 80 bis 90 Prozent betrage. Da können wir nur hoffen, dass dies keien leere Worthülse bleibt.

Weiter geht Wetter davon aus, dass man bei WAP nicht der erste sein müsse, da man eh genügend anderes zu tun habe, dass die Durchdringung Mitte des Jahres über 50 Prozent beträgt und dass diese längerfristig bei über 100 Prozent liege, da man für Handy und Palmtop zwei SIM-Karten braucht.

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