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Anbieterwechsel: Welcher Preis gilt nun?

Die Mobilfunk-Anbieter können nun frei gewechselt werden, inklusive Mitnahme der Telefonnummer. Aber damit sieht man erst auf der Rechnung, zu welchem Mobilfunknetz telefoniert geworden ist.
Von Ralf Beyeler
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Seit dem 01. März 2000 kann wie bereits mehrfach berichtet bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters die bestehende Nummer übernommen werden. Für Konsumenten ist dies sicher eine gute Sache.

Leider wird die Transparenz dadurch nicht gerade gefördert: Rufe ich über ein Swisscom-Handy ein anderes Swisscom-Handy mit der Orange-Vorwahl 078 an, bezahle ich den normalen Swisscom-Tarif. Rufe ich hingegen über mein Orange-Handy dasselbe Swisscom-Handy mit Vorwahl 078 an, bezahle ich - zumindest mit den Abos Personal und Professional - den höheren Tarif für Gespräche zu einem anderen Mobilfunknetz. Welcher Tarif nun verrechnet wurde, sieht man erst auf der Rechnung. Ausser man fragt den Gesprächspartner, über welches Netz er gerade telefoniert. Zumindest im Business-Bereich dürfte dies schwierig sein.

Swisscom ist sich dieses Problems bewusst:"Die Transparenz geht verloren, nicht nur bei den Preisen, sondern auch im Qualitätsbereich", sagte Swisscom-Pressesprecher Sepp Huber gegenüber teltarif.ch. Swisscom habe das Bundesamt für Kommunikation bereits darauf aufmerksam gemacht. Aus Datenschutzgründen dürfe auch der Name des Anbieters hinter der Nummern nicht herausgegeben werden.

diAx-Pressesprecher Zurflüh sagte gegenüber teltarif.ch: "Die meisten Kunden wollen zuerst gar nicht wissen, was das Gespräch koste, sondern wollen einfach telefonieren".

Orange-Pressesprecherin Therese Wenger sagte gegenüber teltarif.ch, dass die Kunden demnächst darüber informiert werden sollen. Ausserdem sucht Orange mittel- bis langfristig nach Möglichkeiten, die Kunden transparenter informieren zu können.

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