Stellenabbau

Swisscom: Preiszerfall führt zu Stellenabbau

Bis im Jahr 2003 sollen weitere dreitausend Stellen abgebaut werden.
Von Ralf Beyeler
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Swisscom ergreift gezielte Massnahmen zur längerfristigen Sicherung des Unternehmenserfolges. Dabei stehen Leistungssteigerungs- und Kostensenkungsmassnahmen im Vordergrund. Der weiter verschärfte Wettbewerb führt zu einem starken Preiszerfall auf den Telecom-Märkten. Für die Jahre 2001 bis 2003 ist im Schweizer Kerngeschäft mit einer weiteren Reduktion von rund 3000 Stellen zu rechnen, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Der Swisscom-Konzernchef Jens Alder wird in der Pressemitteilung zitiert:"Die Preise werden in wichtigen Teilen unseres Geschäfts weiter fallen und wir müssen mit gezielten Massnahmen weiter die Kosten senken - ein Stellenabbau ist damit unausweichlich". Zudem hat Swisscom ein Aktionsprogramm zur Effizienzsteigerung und verbesserten Kundenausrichtung gestartet. Teil dieses Programms sind Kostensenkungsmassnahmen und eine weitere Fokussierung auf die Kernkompetenzen, was eine Auslagerung von weiteren Stellen nach sich zieht.

Per 1. April 2000 werden die Bereiche Mobile und PubliCom (Festnetztelefonie) unter der Führung von Konzernleitungsmitglied Carsten Schloter zusammengefasst. Die neue Einheit umfasst zusätzlich die Bereiche Payphone Services und Operator Services. Der Bereich Business Com wird neu der Division Marketing&Sales zugeschieden, die von Konzernleitungsmitglied Heinz Karrer geführt wird. Für den Auf- und Ausbau des wichtigen Zukunftsgeschäfts E-Commerce mit Blue window und Swisscom Directories wird die neue Einheit E-Business gebildet, die vorübergehend von Swisscom-Konzernchef Jens Alder geführt wird.

Ein Grund des Stellenabbaus dürfte unserer Meinung nach auch an den verkrusteten Strukturen der Swisscom liegen. Obwohl sich Swisscom gegenüber der ehemaligen PTT massiv weiterentwickelt hat, gibt es immer noch einen Beamtenapparat bei Swisscom. Als börsenkotiertes Unternehmen muss sich Swisscom in einem harten Wettbewerb bewegen, da kann zuviel angesetzter Speck schaden.

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