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diAx: Direct-Altkunden müssen Tarifwechsel verlangen

Ein Kunde erhält eine Rechnung: Statt CHF 20.-- soll er für Gespräche in die USA plötzlich CHF 55.-- bezahlen. Der Grund: Call-by-Call-Kunden müssen sich bei der Hotline melden, um von den neuen Tarifen zu profitieren.
Von Ralf Beyeler
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Seit dem 14. Februar 2000 gelten bei diAx neue Tarife - theoretisch. So sind Anrufe in die USA z.B. für 10 Rp./Min. statt bisher 27 Rp./Min. möglich. Beim Nachrechnen des Einzelverbindungsnachweises das grosse Erstaunen: Es werden 27 Rp./Min. verrechnet. Beim zweiten Anruf mit der diAx-Hotline zeigt sich diese dann kulant. Dem Kunden wird eine Gutschrift von CHF 35.-- versprochen, so dass sich der Gesprächspreis in etwa auf den regulären Preis bezieht.

Die Frage ist, wie kann das passieren? diAx-Pressesprecher Reto Zurflüh erklärte gegenüber teltarif.ch, dass bei Tarifänderungen die Kunden nicht in andere Tarifpläne übertragen werden. Nur wenn es für Kunden in keinem Fall schlechtere Bedingungen in irgendeiner Art gäbe, könne man an einen automatischen Wechsel denken. Beim alten Direct-Tarifplan wurden Gespräche im 30/1-Takt abgerechnet, während diAx beim Profit-Tarif im 30-Sekundentakt abrechnet. Ein 31-sekündiges Gespräch tagsüber kostet somit im alten Tarif 8.8 Rp. und im neuen Tarif 10 Rappen. Kunden, die sich vor Februar 2000 angemeldet haben und die von den neuen Profit-Tarifen profitieren wollen, sollen bei der Hotline den Wechsel in den Profit-Tarif verlangen.

In unserem eingangs erwähnten Fall gab es zudem bei der Kommunikation der neuen Tarife eine Panne. Der Kunde wurde erst auf der Rechnung vom 13. März 2000 auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, dass er sich für einen Wechsel des Tarifplans bei der Hotline melden soll. Die Information erfolgt über Informationsblöcke oberhalb des Einzahlungsscheines und einem Prospekt. Doch: Nur die wenigsten Kunden lesen diese durch. Zudem würde sich diAx auch in anderen ähnlichen Fällen kulant zeigen.

Alle Kunden, die sich 1998 angemeldet haben und den Tarifplan bisher nicht gewechselt haben, wurden im letzten Herbst automatisch in den direct-Tarifplan übertragen, erklärte Zurflüh auf Anfrage von teltarif.ch weiter.

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