UMTS-Rückzug

Swisscom-Tochter debitel zieht sich aus deutscher UMTS-Auktion zurück

Allerdings will debitel als Wiederverkäufer von UMTS-Diensten auftreten
Von Ralf Beyeler
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Wie Swisscom heute in einer Pressemitteilung mitgeteilt hat, haben sich Swisscom und debitel heute aus der Auktion um eine UMTS-Lizenz in Deutschland zurückgezogen. Sie wollen nun mit massiven Investitionen in das Kundenwachstum bis zum Start von UMTS überproportional am Marktwachstum teilhaben und zusammen mit Partnern aus dem Kreis der Lizenzinhaber als alternativer und innovativer Anbieter von UMTS-Dienstleistungen auftreten.

Nach gründlicher wirtschalterlicher Kalkulation haben sich heute debitel/Swisscom aus dem Verfahren zurückgezogen. Die Netzunabhängigkeit hat einen ganz bestimmen wirtschaftlichen Wert. Steigen die Kosten für den Lizenzerwerb darüber hinaus, wird einzig der schnelle Marktzugang zum alles entscheidenden Kriterium, schreibt debitel weiter. Ohne Kunden bringe die UMTS-Lizenz nicht allzuviel, womit debitel wohl nicht allzu unrecht hat.

debitel will sich in Deutschland nun ganz auf die Vermarktung von Mobilfunkdienstleistungen konzentrieren. Bis Ende 2000 strebt debitel eine Erhöhung der Kundenzahl von 5 Millionen auf 6.5 Millionen an.

In Zukunft will debitel UMTS-Dienstleistungen einkaufen und unter eigenem Namen an ihre Kunden weiterverkaufen.

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