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Prepaidkarten: Probleme mit International Roaming

Nicht immer kann man mit NATEL easy oder diAx pronto im Ausland telefonieren
Von Ralf Beyeler
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Natel easy und diAx pronto sind international. Wow, das freut die Kundinnen und Kunden. Allerdings kann es böse Überraschungen geben, weil es nicht funktioniert.

Die Bedienung ist relativ umständlich: Vor der Abreise muss im Inland das International Roaming mit 100 aktiviert werden. Nun will die Kundin oder der Kunde im Ausland mit dem etwas kompliziertem Code *111#Telefonnummer# ein Gespräch in die Schweiz aufbauen und stellt entäuscht fest, dass es nicht funktioniert. Anders als bei den Mobilfunk-Abos, wird bei den Prepaidkarten zuerst in die Schweiz der Wunsch eines Telefongesprächs mit Nummer übertragen. Anschliessend erfolgt ein Rückruf aus der Schweiz und die Verbindung wird hergestellt.

In verschiedenen Netzen wie den deutschen D1- und D2- oder den französischen Itineris und SFR konnten keine Anrufe getätigt werden, teilweise nicht einmal welche empfangen werden. Andere Netze wie Eplus oder E2 funktionieren dagegen ohne Probleme. Wir möchten festhalten, dass die Störungen auch nur teilweise auftreten können.

Swisscom erklärt gegenüber teltarif.ch, dass im Prinzip das International Roaming funktionieren solle. Allerdings ist der Signalisierungskanal, über den die Befehle für den Rückruf übertragen werden, nicht in den Roamingverträgen geregelt. Vorallem aus Kapazitätsgründen und aus wirtschaftlichen Gründen blockieren teilweise die ausländischen Netzbetreiber die Signalisierung. Und in diesen Fällen guckt dann eben die Kundin oder der Kunde in die Röhre.

Normalerweise sollte das International-Roaming klappen, aber Swisscom könne dies nicht garantieren. Die Probleme tauchen übrigens nur bei Prepaid-Karten und nicht bei Vertragskunden auf.

diAx bestätigt gegenüber teltarif.ch, dass auch Pronto-Kundinnen und Kunden im Ausland teilweise mit den selben Problemen zu kämpfen haben.

Die einzige Alternative wäre, für das International Roaming einen zusätzlichen Vertrag abzuschliessen. Die Anbieter würden dann bei Erhalt der Rechnung von der ausländischen Gesellschaft die Gebühren dem Kunden in Rechnung stellen oder dem Bankkonto oder der Kreditkarte belasten. Dieses Verfahren wendet zum Beispiel die deutsche Mannesmann D2 an. Allerdings stellt man sich dann zu Recht die Frage, weshalb man eine Prepaid-Karte mit der stark beworbenen Kostenkontrolle einsetzt, wenn man die Rechnung erst später erhält.

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