ADSL

Swisscom ADSL kurz vor Markteinführung

Es bleibt beim Wiederverkaufsangebot für andere Anbieter
Von Ralf Beyeler
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Swisscom wird im Rahmen eines Wiederverkaufsangebotes allen Fernmeldedienstanbietern einen breitbandigen Verbindungsdienst auf einer IP-basierten Lösung anbieten. Diese Service Provider wierderum werden ihren Endkunden massgeschneiderte Breibandangebote wie etwa einen schnellen Internet-Zugang offerieren können. Vorerst führt Swisscom die ADSL-Technologie in den Städten Zürich, Genf, Basel, Bern, Lausanne, Luzern und St. Gallen ein. Swisscom bietet einen Breitband-Zugang mit 256 kBit/s und einen solchen mit 512 KBit/s an.

Die alternativen Telekomanbieter müssen der Swisscom monatlich CHF 69.00 für 256 kBit/s und CHF 114.00 für 512 kBit/s bezahlen. Ausserdem fällt eine Einschaltgebühr von CHF 400.-- an.

An diesem Angebot der Swisscom dürften die Alternativanbieter keine allzugrosse Freude haben: Sie fordern den Zugang zur letzten Meile zu den kostenbasierten Interkonnektionspreisen. So verlangt der Telekommunikationsanbieter diAx von der Kommunikations-Kommission eine Verfügung, wonach Swisscom für die letzte Meile die Interkonnektionsgebühren verrechnen muss. Die im Verein VIT zusammengeschlossenen Anbieter fordern von Swisscom unter anderem auch die Entkopplung des ADSL-Zugangs von den Internet-Dienstleistungen der Swisscom und den entbündelten Zugang auf der letzten Meile.

Der zur Zeit laufende Betriebsversuch mit vier Service Providern ist gemäss Swisscom erfolgsversprechend. Das Unternehmen erwartet die kommerzielle Markteinführung der ADSL-Technologie im Oktober 2000.

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