Fertig

Knapp 79 Milliarden Franken !!!

Die UMTS-Versteigerung in Deutschland ist fertig - allerdings bleibt die Fragen: Wer soll das bezahlen?
Von Ralf Beyeler
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Die deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gab heute das Ende der UMTS-Versteigerung in Deutschland bekannt.

Insgesamt bezahlen E-Plus Hutchison, die Group 3G (spanische Telefonica, finnische Sonera), Mannesmann Mobilfunk, Mobilcom Multimedia (zusammen mit France Telecom), T-Mobil (die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom AG) und VIAG Interkom für die UMTS-Lizenzen den Gesamtbetrag von DEM 98.8 Milliarden Mark, das entspricht knapp CHF 79 Milliarden. Damit ist der britische UMTS-Lizenzerlös von rund CHF 57,6 Milliarden massiv übertroffen worden.

Damit haben diese Unternehmen und Konsortien das Recht erworben, bis Ende 2002 ein Mobilfunknetz nach dem UMTS/IMT-2000-Standard in Deutschland zu betreiben, schreibt die Regulationsbehörde weiter.

Mit UMTS ist es möglich, breitbandige Netze zu betreiben. Ob sich allerdings deshalb solch horrende Summen für den Lizenzerwerb rechnen, ist etwas anderes. Die Netzbetreiber haben mit diesem Betrag nur das Recht erworben, die Funkfrequenzen zu benutzen. Es kommen also noch bedeutende Ausgaben für den Netzaufbau dazu. Es bleibt die Frage, wie sich UMTS finanzieren soll. Es ist anzunehmen, dass viele Kunden UMTS erst nutzen werden, wenn die Dienstleistungen auch zu einem vernünftigen Preis angeboten werden. In diesem Fall müssen umso mehr Kunden die Dienstleistungen nutzen, damit die Einnahmen erhöht werden können und die Lizenz abbezahlt werden kann. Ausserdem bleibt noch die Frage: Wer braucht hochauflösende Videoübermittlungen auf dem Handy?

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