Antennen-Flut?

12000 neue Antennen für UMTS?

Bedenken von Umwelt- und Konsumentenschützer sowie vom Landschaftsschutz
Von Ralf Beyeler
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Wie der gestrigen Ausgabe der Sonntags-Zeitung zu entnehmen ist, rechnen die Schweizer Mobilfunkbetreiber mit 8'000 bis 12'000 neuen Antennen für die vier UMTS-Netze. Die Kommunikations-Kommission ComCom rechnet mit rund 1'000 Antennen pro Lizenz, was rund 4'000 Antennen für alle vier Anbieter geben würde.

Diese Zahl ist nach Aussage von diAx viel zu tief: Die Sonntags-Zeitung zitierte die diAx-Pressesprecherin Monika Walser, die für das eigene Netz mit 4'000 neuen Standorten rechnet. diAx wolle das Themas jetzt klären, bevor man teure Lizenzen bezahlt habe und am Schluss keine Antennen bauen dürfe.

Kritik kommt von der Schweizerischen Stiftung für Landschaftsschutz SL: Die Behörden würden die Probleme unterschätzen. Das Hauptproblem: Die in der NIS-Verordnung festgelegten Grenzwerte verhinderten teilweise die gemeinsame Nutzung der Antennen durch mehrere Anbieter. Damit sind mehr einzelne Antennen notwendig, was das Städtebild beeinträchtige.

Umwelt- und Konsumentenschützer verlangen deshalb härtere Massnahmen, wie die Sonntags-Zeitung weiter schreibt, wie eine unabhängige Kontrollstelle, kantonale oder regionale Netzpläne, einen Vorsorgefonds und die Errichtung einer Ombudsstelle.

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