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Interkonnektionsgebühren zu Mobilfunk gesenkt

Werden nun endlich Anrufe auf Mobilfunktelefone wieder günstiger?
Von Ralf Beyeler
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Auf den 01. Oktober 2000 wurden die Interkonnektionsgebühren für Anrufe in die Mobilfunknetze günstiger.

Anrufe in das Swisscom-Mobilfunknetz kosten während dem Normaltarif neu eine Setup-Gebühr von 7.77 Rp./Gespräch (bisher 8.47 Rp./Gespräch) und eine Minutengebühr von 42.56 Rp./Min. (bisher 46.94 Rp./Min.). Während dem Niedertarif fallen neu 5.17 Rp./Gespräch (bisher 5.65 Rp./Gespräch) und 28.37 Rp./Min. (bisher 31.30 Rp./Min.). Dies entspricht einer Reduktion von 8.26% bis 9.36% gegenüber den bisherigen Preisen.

Keine Änderung gibt es bei den Interkonnektionsgebühren von diAx.

Billiger wurden für die Telekommunikationsunternehmungen auch der Zugang ins Orange-Netz. Die Setup-Gebühr beträgt während dem Normaltarif neu 8.16 Rp./Gespräch (bisher 8.47 Rp./Gespräch) und der Minutentarif 45.01 Rp./Min. (bisher 46.94 Rp./Min.). Während dem Niedertarif werden neu 5.43 Rp./Gespräch (bisher 5.65 Rp./Gespräch) und 30 Rp./Min. (bisher 31.30 Rp./Min.). Damit wird der Zugang für Telekommunikationsfirmen zwischen 3.66% und 4.15% billiger.

Für den Geschäftsführer des Bieler Telekommunikationsunternehmen RedTelecom, Paul Hornisberger, sind Kürzungen der Interkonnektionsgebühren in dieser Grössenordnung lächerlich. "Es gibt keinen Grund, für Verbindungen zum Mobilfunk wesentlich mehr zu verlangen als für Gespräche ins Festnetz. Im Gegenteil: Da die Kosten für den Aufbau und den Unterhalt eines Mobilfunknetzes günstiger sind als diejenigen für herkömmliche Festnetze, müssten diese Interkonnektionsgebühren günstiger sein.", sagte Paul Hornisberger gegenüber teltarif.ch.

Da stellt sich für die Konsumentinnen und Konsumenten die Frage, ob Gespräche in die Mobilfunknetze wieder günstiger werden? Wie es aussieht leider nicht. Würde nämlich mit den gleichen Margen wie im Festnetz gerechnet, müsste man sogar teuere Preise als die heute üblichen anbieten.

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