Bundesgericht

Swisscom reicht Beschwerde gegen ComCom-Entscheid ein

"Bedeutender Entscheid für die Schweizer Wirtschaft" wird ans Bundesgericht weitergezogen
Von Ralf Beyeler
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Am 02. Oktober 2000 hat die Kommunikations-Kommission ComCom die Swisscom-Mietleitungen der Interkonnektion unterstellt. Statt kaufmännischer Preise müsste Swisscom den Alternativ-Anbietern also kostenbasierende Preise zuzüglich eines bescheidenen Zinsanteiles verrechnen. Swisscom würde durch diesen Entscheid einiges an Umsatz verlieren, da die Mitkonkurrenten nun in der Lage sind, fast flächendeckend günstigere Preise anzubieten. Da erstaunt es nicht, dass Swisscom die Sache nun höchstrichterlich in Lausanne klären lässt.

Swisscom bestreitet, dass Mietleitungen unter die Interkonnektion fallen und wendet sich gegen die "willkürliche Preisfestlegung" in einem Wettbewerbsumfeld. Die aktuellen Swisscom-Mietleitungspreise seien kompetitiv und lägen im europäischen Mittel, schreibt Swisscom weiter.

Bereits heute gibt es starke Mitkonkurrenten wie Kabelnetz- und Stadtnetzbetreiber. Mit WLL wird dieser Wettbewerb noht stärker werden. "Swisscom wendet sich mit der Beschwerde klar gegen eine unnötige Regulierung in einem Wettbewerbsumfeld", heisst es weiter. Einen harten Vorwurf muss sich die ComCom gefallen lassen, sofern dieser der Wahrheit entsprechen sollte: Swisscom sagt, sie hätte nie Gelegenheit gehabt, zu den Peisberechnungen der ComCom Stellung zu nehmen.

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