GPRS!

diAx lanciert sensationelles GPRS-Angebot

Keine Grundgebühren, ohne Anmeldung für alle Kundinnen und Kunden sowie als Weltneuheit auch für Prepaid-Kundinnen
Von Ralf Beyeler
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Der Zürcher Mobilfunkbetreiber diAx überrascht mit einem sensationellen GPRS-Angebot. Bereits ab nächstem Montag können alle diAx-Kundinnen und Kunden, die im Besitz eines Motorola Timeport 260 sind, die GPRS-Dienstleistungen von diAx in der ganzen Schweiz nutzen. Lediglich einige wenige Mikrozellen unterstützen GPRS erst ab Februar 2001. Statt bisher nach Zeit wird neu nach dem Volumen der übertragenen Daten abgerechnet. Geführte Telefongespräche werden wie bisher nach Zeit abgerechnet.

In einer Pressekonferenz in Zürich-Oerlikon haben diAx-Chef Frank Boller und GPRS-Project Manager Thomas Bugal das Angebot vorgestellt. GPRS sei die ideale Kombination vom Internet und der Mobilität und UMTS sei nichts anderes als die Kapazitätserweiterung von GPRS, sagte Boller. Derzeit ist GPRS noch kein Massenmarkt, da die Geräte noch nicht in ausreichender Stückzahl vorhanden sind. Mit GPRS kann man bereits heute Erfahrungen sammeln, die für UMTS interessant sein könnten.

Weltweit wird diAx als einer der weltweit ersten Mobilfunknetzanbieter GPRS Dienstleistungen anbieten. Mit der neuen Technologie können die Benutzerinnen und Benutzer nach dem nur noch zwei bis drei Sekunden dauernden Verbindungsaufbau immer online bleiben und unterwegs Informationen via WAP abrufen oder aufs Internet zugreifen, um E-Mails zu senden und empfangen, an Chats teilzunehmen, sich über Entwicklungen an den Börsen auf dem laufenden zu halten und noch vieles mehr. Die Verbindung soll dabei stabiler und mit einer durchschnittlichen Übertragungsrate von ungefähr 20 kBit/s schneller als bisher üblich sein. Die Übertragungsrate kann allerdings bei besonders starkem Gebrauch z.B. in Stosszeiten, sinken. Sobald die Verbindung aufgebaut worden ist, kann man online bleiben. Man bezahlt nur, wenn auch wirklich Daten übertragen worden sind. teltarif.ch wird GPRS für Sie testen und natürlich weiter darüber informieren.

Die Übertragung von 1 kByte Daten kostet für alle diAx-Abokundinnen und -kunden 0.75 Rappen. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom verlangt in Deutschland mit 3.8 bzw. 5.3 Rappen [Preise auf die Abrechnungseinheit von diAx umgerechnet] bedeutend mehr. Ausserdem muss man dort noch eine Grundgebühr bezahlen. diAx hingegen verrechnet einzig die übertragenen Daten pro Kilobyte und ansonsten keine Gebühren für den Verbindungsaufbau oder Abonnement.

Für Kundinnen und Kunden mit grösseren Datenvolumina wird in Kürze ein eigenes Angebot lancieren. Aufgrund der diAx-Philosophie darf davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um ein Angebot mit einer gewissen Anzahl Datenübertragungen, die bereits im Paketpreis enthalten sind, handeln wird.

Nach eigenen Angaben als weltweit erster Anbieter bietet diAx GPRS-Dienste bereits von Anfang an für das vorausbezahlte Mobilfunkangebot diAx Pronto zum Preis von 1.2 Rappen pro Kilobyte an.

Vorallem das Abrufen von Informationen über WAP dürfte bedeutend billiger werden. Das Lesen von zehn Newsmeldungen dürfte höchstens noch 30 Rappen kosten. Bislang mussten dafür mit Kosten von rund CHF 1.50 gerechnet werden. Denn beim herkömmlichen WAP bezahlt man auch für die Zeit, während dem man die Texte liest. Anders bei GPRS, wo nur die übermittelten Daten kostenpflichtig sind. Mit dem Lesen der WAP-Seiten muss man nicht mehr hetzen, da der Gebührenzähler nicht mehr mitläuft.

Bis Ende Januar 2001 sollten alle Kundinnen und Kunden für GPRS automatisch freigeschaltet werden. Beim Erwerb eines GPRS-Endgerätes wird der Fachhändler GPRS für neue wie auch für bestehende diAx-Abos oder Pronto-Karten kostenlos freischalten. Auch mit einem Anruf bei der diAx-Hotline kann GPRS ebenfalls kostenlos freigeschaltet werden.

Für den Einsatz im diAx-GPRS-Netz empfielt diAx ausschliesslich das Timeport 260 von Motorola. diAx hat 5'000 Endgeräte erhalten und wird diese ab 18. Dezember 2000 an über 90 Verkaufsstellen wie diAx Center, Portable Shop oder psion-Mobilezone an die Endkundinnen und -kunden verkaufen. Der Verkaufspreis ohne Aboabschluss beträgt CHF 698.--, mit diAx-Aboabschluss CHF 498.--.

Wie sehen die GPRS-Pläne der beiden Mitbewerber aus? Swisscom setzt auch auf GPRS. Im zweiten Quartal 2001 soll GPRS bei Swisscom eingeführt werden. Derzeit finden Tests und Feinabstimmungen statt. Orange will den Kundinnen und Kunden "beste Qualität" anbieten und testet derzeit GPRS ausführlich aus.

Die Vorteile und Nachteile von GPRS und die Unterschiede zu HSCSD und dem normalen Datenfunk können sie in unserem Mobilfunk-Ratgeber nachlesen.

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