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Jahresrückblick Internet

Flatrates, ADSL-Lotto, Preissenkungen
Von Ralf Beyeler
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Im Internetbereich war auch im Jahr 2000 einiges los: So ist eine attraktive Flatrate von Sunrise lanciert worden, schnelles Internet per ADSL ist eingeführt worden und der gewöhnliche Internet-Zugang ist günstiger geworden.

So überrascht Ende März 2000 der Genfer Telekomanbieter GTN - der inzwischen von World Access übernommen worden ist - mit einer Internet-Flatrate, mit der für monatlich CHF 59.-- unbegrenzt gesurft werden kann. Allerdings werden zusätzlich Werbefenster eingeblendet. In der Zwischenzeit hat GTN die Flatrate wieder vom Markt genommen. Auch Sunrise hat Anfangs April eine Flatrate lanciert, mit der wochentags von 17 bis 08 Uhr sowie am Wochenende, für monatlich CHF 30.-- unbegrenzt gesurft werden kann. Im Gegensatz zum Angebot von GTN gibt es bei Sunrise keine Zwangswerbung. Die Sunrise Flatrate wird derzeit als einzige Flatrate noch angeboten.

Die erste Flatrate auf dem Schweizer Markt hat Primeline im Sommer 1999 lanciert. Zu Beginn dieses Jahres hat RSLcom Primeline aufgekauft und kurz darauf hat man die Flatrate eingestellt.

Im Jahr 2000 hat man auch ADSL zumindest in sieben grösseren Städten eingeführt. Mitte April 2000 übernimmt die zur Viatel-Gruppe gehörende Econophone die Vorreiterrolle und lanciert ADSL in der Start Zürich. Das Angebot basiert auf gewöhnlichen Kupferdrähten und ermöglicht Datenübertragungen mit bis zu 100facher ISDN-Geschwindigkeit.

Auch Swisscom arbeitet an einem eigenen ADSL-Angebot (siehe hier) und will dieses anderen Anbietern weiterverkaufen. Dabei kritisieren die im Verband Inside Telecom VIT zusammengeschlossene Telekom-Anbieter das Angebot der Swisscom und spricht auch von "ADSL-Lotto" - Es braucht anscheinend fast soviel Glück wie im Lotto, um als Alternativ-Anbieter ADSL testen zu dürfen.

Diese Streitigkeiten sind in der Zwischenzeit vergessen: Swisscom hat einige besonders harte Punkte geändert und so verkaufen einige Anbieter ADSL an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Die Geschwindigkeit des von Swisscom und ihren Vertriebspartnern vertriebenen ADSL ist mit maximal 512 kBit/s bedeutend langsamer als das ADSL-Angebot von Econophone in Zürich. In der Regel lohnt sich ADSL jedoch nur für besonders eifrige Internet-Nutzer, denn es kostet schnell über CHF 100.-- im Monat.

Wer weniger Zeit im Internet verbringt, kann von den auch im Jahr 2000 gesunkenen Internet-Tarife profitieren. So ist der Internetzugang über DataComm/Tiscali nun ohne die bei diesem Anbieter bisher fälligen Grundgebühren möglich.

Einige Anbieter sind neu in das Geschäft als Internet-Provider mit einem Gratis-Internet-Angebot eingestiegen: So kann man über Callino ohne Anmeldung, Usernamen und Passwort einfach lossurfen. Über das Tele2-Angebot everyday.com kann man sich ganztags für 2.65 Rp./Min. zzgl. 6 Rappen Grundgebühr pro Gespräch ins Internet einwählen. Noch günstiger surfen Preselection-Kundinnen und Kunden von diAx und One.Tel, die nie mehr als 2.5 Rp./Min. bezahlen müssen. Gross angekündigt, aber bisher noch nicht gestartet ist t-online.ch, die Schweizer Online-Tochter der Deutschen Telekom AG.

Wie kommt man günstiger an ein Handy? Richtig, man schliesst mit einem Mobilfunkanbieter einen Vertrag für einen gewissen Zeitraum ab und erhält das Handy bedeutend günstiger oder gar kostenlos. Das selbe scheint sich auch Interdiscount und BlueWin gesagt zu haben. Statt Handy und Mobilfunkvertrag wird ein Computer und einen Internet-Vertrag genommen. Tatsächlich: Wer einen Zwei-Jahresvertrag für BlueWin abgeschlossen hat, erhielt ein PC CHF 450.-- günstiger.

Auch im Jahr 2001 wird sich das Internet prächtig weiterentwickeln und teltarif.ch wird für Sie weiter darüber informieren.

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