kein WLL

Sonntagszeitung: UPC Priority Wireless bietet kein WLL an

Das Unternehmen, das im vergangenen Frühling eine nationale WLL-Lizenz ersteigert hat, zieht sich vom Markt zurück
Von Ralf Beyeler
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Wie die SonntagsZeitung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, zieht sich die Firma UPC Priority Wireless aus dem Schweizer Markt zurück. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen von Unternehmungsleiter Rolf Zemp. Im letzten Frühling hatte das Unternehmen noch eine WLL-Lizenz für CHF 160 Millionen ersteigert.

Bei der UPC Priority Wireless handelt es sich um ein Tochtergesellschaft der amerikanisch-holländischen United Pan-Europe Communications UPC. Gemäss der SonntagsZeitung dürfte der Rückzug in der Schweiz mit dem schlechten Aktienkursverlauf sowie den zunehmenden Finanzierungsproblemen von UPC zusammenhängen. Das Blatt berichtet weiter, dass für UPC ein Weiterverkauf der Rechte derzeit nicht zur Debatte stehe, obwohl mehr als CHF 160 Millionen für diese bezahlt worden sind.

Der Priority-Wireless-Chef Zemp hofft, dass die Aufbauarbeit nicht umsonst war und ein neuer Investor das Unternehmen samt Mitarbeiter und Lizenzen übernimmt. Ansonsten müssten sich rund 40 Menschen nach einer neuen Stelle umsehen.

Lediglich Callino bietet seit vergangener Woche WLL-Dienstleistungen in der Schweiz an. Von Firstmark, die CHF 181 Millionen für die WLL-Lizenz ausgegeben hat, hört man nur Spekulationen, dass sich Firstmark vom Markt zurückziehen werde. Aufgrund der Fusion von Sunrise und diAx wurde das Projetk WLL zurückgestellt. Ursprünglich wollte man bereits im vergangenem Herbst starten. Von den übrigen Bewerbern hört man nichts.

SonntagsZeitung-Journalist Daniel Meier hat dazu einen Kommentar mit der Überschrift "Der Dumme ist der Kunde" veröffentlicht. Priority Wireless, so weiss Meier, habe als einziges Unternehmen auch den WLL-Zugang für Privatkundinnen und -kunden anbieten wollen. Privatkundinnen und -kunden hätten für unter CHF 100.-- monatlich eine schnelle Internetverbindung und zwei Telefonlinien bekommen und zudem landesweit umsonst telefonieren können.

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