Missbrauch!?!

Kassensturz: Missbrauch der Anrufumleitung möglich

Das Konsumentenmagazin liess den privaten Telefonanschluss von Swisscom-Verwaltungsratspräsident Markus Rauh umleiten
Von Ralf Beyeler
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Der Kassensturz berichtet in seiner Sendung vom vergangenen Dienstagabend über die Missbrauchsmöglichkeit von Anrufumleitungen. Mit der Anrufumleitung können Kundinnen und Kunden ihren Telefonanschluss auf eine andere Nummer umleiten. In den meisten Fällen programmiert man die Anrufumleitung selbständig vom eigenen Apparat aus. Wenn man allerdings unterwegs ist und vergessen hat, die Anrufumleitung zu programmieren, kann man dies über einen Anrufe bei derSwisscom-Hotline erledigen lassen.

Als ein Kleinunternehmer von seiner Montage-Tour zurück kommt, muss er feststellen, dass seine Telefonleitungen tot sind. Die Anschlüsse sind auf eine Nummer seines schärfsten Konkurrenten umgeleitet worden. Das ist der einzige bisher bekannte Fall, wie Joe Müller, Leiter Kundenservice bei Swisscom, in der Sendung sagte.

Der Kassensturz liess es sich nicht nehmen, die Umleitungsprozedere zu missbrauchen. Dazu wählte die Redaktion den privaten Telefonanschluss des höchsten Swisscom-Mannes, Verwaltungsratspräsident Markus Rauh aus. Ohne eine Sicherheits-Nachfrage landeten bereits eine Stunde später alle Telefonate auf dem Handy der Kassensturz-Redaktion.

Für den eidgenössischen Datenschützer, Odilo Guntern, ist dies ganz eindeutig eine Verletzung des Datenschutzes. Swisscom will die Sicherheitsvorkehrungen verbessern.

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