Vorwurf

Swisscom und Alcatel verhandeln um Panne

Alcatel soll Softwarefehler verschwiegen haben
Von Volker Schäfer
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Die Panne im Mobilfunknetz der Swisscom hätte bei rechtzeitiger Information vermieden werden können. Das berichteten Schweizer Zeitungen unter Berufung auf den Mobilfunk-Netzbetreiber. So habe der Hardware-Lieferant Alcatel rund zehn Tage von einem möglichen Problem gewusst, dies aber bewusst verschwiegen, um den Fehler mit einer Softwareanpassung stillschweigend zu beheben. Der Ausfall von Zentral- und Sicherheitsrechner hatte am Freitag, 27. Juli, das Mobilfunknetz der Swisscom für über zehn Stunden lahm gelegt.

Laut Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus wird die Angelegenheit verhandelt. "Der Fehler ist bei Alcatel passiert", so Neuhaus. Ob die Swisscom bewusst nicht informiert wurde, würde jetzt abgeklärt. "Dies ist eine interne Angelegenheit zwischen Swisscom und Alcatel." Auch in der Alcatel-Zentrale in Paris hält man sich bedeckt. "Das Problem ist gelöst, die Software läuft jetzt seit über einer Woche gut", so Firmensprecher Klaus Wustrack.

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