besser konnektiert

Swisscom reduziert die Interkonnektionspreise

Neuberechnung führt zu einer Absenkung von 6 Prozent
Von Marie-Anne Winter
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Swisscom reduziert aufgrund der Neuberechnungen gemäss der Fernmeldeverordnung, die seit dem 1. Januar 2000 angewendet wird, die Interkonnektionspreise für das Jahr 2002 um durchschnittlich sechs Prozent. Die Neuberechnung erfolgt nach der Methode LRIC (Long-run Incremental Cost). Gleichzeitig wird das Preisverhältnis zwischen Normal- und Niedertarif der europäischen Entwicklung angepasst. Mit dieser Senkung liegt Swisscom im europäischen Mittel. Die Interkonnektion regelt die Zusammenschaltung der Netze von Swisscom und der alternativen Anbieter. Dies ermöglicht den Anbietern von Telekommunikationsdiensten einen Zugang zu über 3 Millionen Haushalten in der Schweiz.

Die Preise beinhalten nur die relevanten Kosten der Interkonnektion und keine Gewinne. Die von Swisscom angewandte Methode basiert auf internationaler Erfahrung und ist wissenschaftlich abgestützt. Mit dem Wechsel vom Drei- zum Zweistufen-Tarif folgt Swisscom der internationalen Entwicklung in der Preisstrukturgestaltung und fasst zu diesem Zweck den alten Nieder- und Nachttarif zum neuen Niedertarif zusammen. Die resultierende durchschnittliche Preissenkung fällt für die alternativen Anbieter je nach ihrer individuellen Verkehrsverteilung unterschiedlich aus und beträgt über alle Anbieter gesehen im Durchschnitt 6 Prozent.

Die Interkonnektionspreise unterscheiden sich je nach Dienstleistung und Benützung. Basierend auf der effektiven Verkehrsverteilung (Normaltarif 36 Prozent, Niedertarif 64 Prozent) und einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von vier Minuten ergibt sich für die regionale Terminierung im Jahr 2002 ein durchschnittlicher Preis von 1,43 Rappen pro Minute. Weitere Informationen zu den Tarifen finden Sie auf www.swisscom.com/wholesale.

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