Ausschreibung

ComCom schreibt Grundversorgungskonzession aus

Ausserdem Abschluss zweier Interkonnektionsverfahren
Von Karin Müller
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Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) beauftragt, das Ausschreibungsverfahren für eine landesweite Grundversorgungskonzession durchzuführen. Die Konzessionsdauer wurde von der ComCom auf fünf Jahre ab 1. Januar 2003 festgelegt. Wer die Konzession für diesen Zeitraum übernehmen will, kann sich bis zum 1. März bewerben. Die Konzession selbst wird dann bis spätestens Ende Juni 2002 vergeben.

Nachdem der Umfang der Grundversorgung Ende Oktober vom Bundesrat mit der Revision der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) angepasst wurde, hat die ComCom beschlossen, eine einzige landesweite Grundversorgungskonzession zu vergeben. Aufgrund der dynamischen Entwicklung sowohl der Technologie als auch der Märkte hat die ComCom die Konzessionsdauer auf fünf Jahre beschränkt. Vorteil dieser relativ kurzen Konzessionsdauer ist, dass in diesem Zeitraum nicht nur die finanzielle Abgeltung der ungedeckten Kosten besser abschätzbar ist, sondern höchstwahrscheinlich auch der vom Bundesrat festzulegende Inhalt der Grundversorgung unverändert bleiben dürfte.

Des weitern konnte die ComCom zwei Interkonnektionsverfahren abschreiben, da sich die beiden Parteien (TDC Switzerland und Swisscom) im Rahmen eines Vergleiches über alle strittigen Punkte einigen konnten. Insbesondere konnten sich die Parteien über die Preise für die Terminierung von nationalen und internationalen Anrufen in den Mobilfunknetzen der beiden Parteien verständigen.

Erst unmittelbar vor dem Entscheid der ComCom haben die beiden Parteien eine Sistierung um einen Monat beantragt und sich in diesem Zeitraum tatsächlich vergleichen können - nachdem frühere Schlichtungsverhandlungen zu keiner Lösung geführt hatten.

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