Einzig und alleine

Revision der Verordnung des Bundesrates im Fernmeldebereich

Kein Wettbewerb bei der Vergabe von Domain-Namen, Identität von 090er-Nummern unter bestimmten Voraussetzungen erfragbar
Von Karin Müller
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Wie das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) in einer aktuellen Pressemeldung mitteilt, haben in den letzten zehn Jahren die Domain-Namen als Adressierungselemente im Internet für die Wirtschaft zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es ist daher unabdingbar geworden, die Verwaltung der Domain-Namen der Zone ".ch" auf Verordnungsstufe zu formalisieren. Dies ist das wesentliche Ziel der Revision der Verordnung über die Adressierungselemente im Fernmeldebereich (AEFV). Auf Wunsch der betroffenen Kreise bleibt die Zuteilung der Domain-Namen in der Schweiz weiterhin einer einzigen Anbieterin (Switch) vorbehalten. Das in einem Vorentwurf vorgeschlagene Wettbewerbsmodell wurde aufgegeben.

Zur Bekämpfung des "Cybersquatting" von Domain-Namen (Reservieren von Domain-Namen, um sie weiter zu verkaufen) sehen die Bestimmungen der AEFV ausserdem die Einrichtung einer Schlichtungsstelle vor.

Im Übrigen wurde die Revision dazu genutzt, die Informationen über die einzeln zugeteilten Nummern zu regeln. Um missbräuchlichen Verhaltensweisen der Betreiber von Telekiosknummern (090x) entgegenwirken zu können, soll das Bundesamt den Konsumenten die Identität der Nummernbetreiber unter gewissen Umständen bekannt geben können. Solche Verhaltensweisen sind im Zusammenhang mit sogenannten Web-Dialern aufgetreten: der Zugang über 090x-Nummern für kostenpflichtige Webseiten war für den Nutzer nicht immer ersichtlich.

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