Rückstand

Telekommunikation in der Schweiz noch ein teurer Spass

Experten fordern viel mehr Wettbewerb
Von Ingolf Lenz
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Der Schweizer Telekommunikations-Markt braucht dringend mehr Wettbewerb. Dies erklärte das Schweizer Bundesamt für Telekommunikation (Bakom) anlässlich eines Mediengesprächs in der vergangenen Woche. Seit zwei Jahren, so die Experten, stagniere der Markt und benötige dringend neue Impulse, nicht zuletzt, um die Preise weiter zu senken. Noch immer müssen die Schweizer für Leistungen der Telekommunikation tief in die Tasche greifen. Im Jahr 2000 beispielsweise gaben die Eidgenossen dafür fast doppelt soviel aus wie der EU-Durchschnitt. Daran hat sich in den vergangen zwei Jahren nicht viel verändert, was vor allem an den hohen Interkonnektionspreisen liegt.

Die Sicherung eines nachhaltigen Telekom-Wettbwerbs, so die Bakom-Fachleute, sei vor allem im Interesse der Kunden und bringe auch dem Wirtschaftsstandort Schweiz neue Chancen. Nicht zuletzt gehe es um den Zugang zur Informationsgesellschaft, wofür vor allem neue Angebote im Breitbandbereich her müssten. Besonders im Bereich des DSL-Angebotes hinken die Schweizer im europäischen Massstab noch weit hinterher.

Neue Möglichkeiten für die Telekommunikations-Branche sieht Bakom-Direktor Marc Furrer mit der Aufhebung des Swisscom-Monopols für die "letzte Meile", die jedoch frühestens im Februar 2003 kommen wird.

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