Medienkonferenz

Steigende Internetnutzung in der Schweiz

Trotz Konjunkturflaute wachsen Zugang und Nutzung
Von Hayo Lücke
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Die Internetnutzerschaft in der Schweiz nimmt weiter zu. Im Jahr 2002 surften schweizweit rund 56 Prozent der Bevölkerung in Internet, 2001 waren es noch 40 Prozent. Dies geht aus der Publikumsforschung des Forschungsdienstes der SRG SSR idée suisse hervor. Laut Studie nutzen 84 Prozent der unter 24jährigen Männer und 81 Prozent der bis 24jährigen Frauen das Internet. Insbesondere Universitätsabgänger wissen die Vorteile des Internets zu schätzen. Von ihnen sind privat 88 Prozent online.

Wie die Publikumsforschung weiter zeigt, besitzen 65 Prozent der Schweizer einen Computer, über die Hälfte nutzen diesen auch über einen privaten Internetanschluss. Rund 43 Prozent gaben an, diesen auch regelmässig zu nutzen. Eine deutliche Zunahme bei der Nutzerschaft ist sowohl bei den weiblichen Usern als auch bei Personen über 65 Jahren festzustellen. Die Studie zeigt auch, dass die Deutschschweiz im Internet-Bereich führend ist, gefolgt von der Suisse romande und Svizzera italiana.

Die in der Schweiz mit Abstand meistgenutzte Seite ist wie bereits im Jahr 2001 auch bluewin.ch. Fast 30 Prozent der Schweizer, die privat einen Internetzugang nutzen, nahmen im Dezember 2002 auch die Dienste und Informationsangebote dieser Homepage in Anspruch. Das entspricht einer Reichweite von zirka 1.2 Millionen Usern. Dahinter folgen microsoft.com, google.ch und msn.ch mit Reichweiten zwischen 18 und 22 Prozent.

Unter den 2 bis 17jährigen interessieren sich sowohl weibliche als auch männliche Nutzer vor allem für Inhalte wie Computer, Unterhaltung und Lifestyle. Bei den 18 bis 24jährigen steht die Kategorie Bildung an erster Stelle. Die traditionelle Rollenverteilung wird erst bei der Internetnutzung ab der Generation der 25jährigen deutlich. Frauen nutzen laut Studie hauptsächlich Inhalte wie Mode, Familie und Sonderangebote während Männer hauptsächlich Inhalte zu den Themen wie Computer oder Finanzen.

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