Planung

Swisscom: UMTS-Dienst wird im Laufe des Jahres eingeführt

Testbetrieb läuft bereits
Von Marie-Anne Winter
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Die Swisscom hat angekündigt, dass sie im Laufe dieses Jahres die dritte Mobilfunkgeneration UMTS einführen wird. Der Dienst soll sich zunächst an Unternehmenskunden richten und den mobilen Zugang zum Internet verbessern. Auf einem Medienkongress, der am Freitag in Zürich stattfand, sagte der Direktionspräsident von Swisscom Mobile, Carsten Schloter, dass die Swisscom bereits 456 UMTS-Sendestationen für Tests bereits in Betrieb genommen habe. Damit könne die Swisscom die Lizenzauflage bereits erfüllen, nach denen bis Ende 2004 mindestens 50 Prozent der Bevölkerung an ihrem Wohnort mit UMTS-Netz versorgt werden müssen. Die ComCom hatte die Fristen zur Einführung von UMTS um zwei Jahre verlängert. Die anderen Lizenzinhaber Orange, Sunrise und Telefonica Moviles seien noch nicht so weit.

Zudem verfüge die Swisscom über weitere Antennenbewilligungen, mit denen die UMTS-Abdeckung bereits 65 Prozent erreichen würde, sagte Schloter. Bisher haben etwa 1'000 Beschäftigte von Swisscom und von Partnerunternehmen als Testbenutzer Zugriff zum UMTS-Netz. Für den Anfang will die Swisscom vor allem Unternehmen als UMTS-Kunden gewinnen. Ein halbes Jahr nach dem Start hofft Schloter auf 8'000 bis 10'000 Nutzer. Ein breiter Publikumsstart für das UMTS-Netz soll im nächsten Jahr lanciert werden. Zur Zeit seien noch nicht aussreichend UMTS-Telefone verfügbar. Nach Angaben von Swisscom sollen frühestens Ende des Jahres Handys verfügbar sein, die in Gebieten ohne UMTS-Netz automatisch auf das Netz der zweiten Mobilfunkgeneration GSM/GPRS wechseln.

Zusammen mit dem geplanten UMTS-Abonnement sollen die Swisscom-Kunden nicht nur Zugang zu den UMTS- und GSM/GPRS-Netzen bekommen, sondern auch zu lokalen drahtlosen Internetzugängen (WLAN). Geplant ist ein Dienst, mit dem man per Laptop über das UMTS-Netz ins Internet gelangen kann. Der mobile Rechner soll jeweils das schnellste verfügbare Netz wählen, also zuerst UMTS, dann WLAN und schliesslich GPRS, wenn beides nicht verfügbar ist. Nach Angaben von Schloter ist die Swisscom bereits jetzt ide Nummer eins unter den europäischen WLAN-Anbietern. Die Gebühren für die Datenkommunikation sollen auf einem festen Monatstarif basieren, einer so genannten Flatrate. Zu der Höhe der Tarife wollte er sich nicht äussern, er sagte allerdings. dass die Swisscom in den ersten 12 bis 24 Monaten von UMTS keine Gewinne erwarte.

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