Beschwerde

Swisscom wendet sich gegen ComCom-Entscheid

sunrise begrüsst Senkung der Interkonnektionspreise
Von Marie-Anne Winter

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) senkt im Rahmen eines Interkonnektionsverfahrens zugunsten von sunrise (TDC Schweiz AG) und MCI Worldcom die Interkonnektionspreise für die Jahre 2000 bis 2003. Swisscom hat heute mitgeteilt, dass sie gegen die beiden ComCom-Verfügungen Beschwerde beim Bundesgericht einreichen wird.

Die beiden ComCom-Verfügungen ordnen gegenüber Swisscom rückwirkend eine Senkung der Preise für Interkonnektionsdienste von 25 bis 35 Prozent an. Die Verfügungen betreffen die Interkonnektionspreise der Jahre 2000 bis 2003 und gelten lediglich für TDC Schweiz AG und MCI Worldcom. Diese beanstandeten im Jahr 2000 bei der ComCom die Bedingungen der Interkonnektion.

Swisscom hingegen ist davon überzeugt, dass die Interkonnektionspreise den rechtlichen Vorgaben entsprechen. Die Berechnung der Preise erfolgte jeweils auf Basis der gesetzlich vorgeschriebenen Kostenmethode Long-run incremental costs (LRIC). Das Berechnungsmodell wurde laut Swisscom mit grossem Aufwand aufgebaut und laufend weiter entwickelt. Seit 2000 habe Swisscom konsequent die Preise der Interkonnektionsdienste gesenkt; die Preise lägen im europäischen Mittel.

Bei sunrise hingegen wurde die Entscheidung begrüsst. Das Unternehmen betonte in einer aktuellen Stellungnahme, dass der Entscheid der ComCom nicht zur Folge habe, dass die Swisscom den Konkurrentinnen Geschenke machen müsse. Die gesetzlich vorgesehene Preisfestsetzung garantiere, dass die Swisscom für ihre Dienstleistungen angemessen entschädigt werde und auch einen Gewinn für das eingesetzte Kapital erwirtschaften könne.

sunrise erwartet, dass diese Preissenkung den Wettbewerb intensivieren wird. Dass Unternehmen kündigte weiter an, dass es den Entscheid zuerst im einzelnen studieren werde, um mögliche Preisvorteile an die Endkunden/-innen weiterzugeben.