Kooperation

EDGE: Swisscom Mobile holt Ericsson ins Boot

Erste Kunden sollen noch dieses Frühjahr EDGE-Netze nutzen können
Von Björn Brodersen
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Die Mobilfunktochter der Swisscom, Swisscom Mobile, holt den schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson als alleinigen Partner für den Aufbau der EDGE-Netze ins Boot. Ein Unternehmenssprecher bezifferte heute in Zürich den Wert des Abkommens auf mehr als 100 Millionen Franken. EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) ist eine Weiterentwicklung des bekannten Datenübertragungsstandards GPRS - allerdings mit wesentlich höheren Übertragungsraten. Die Technologie soll es möglich machen, das UMTS-Netz von Swisscom Mobile kurzfristig um ein flächendeckendes Datennetzwerk mit hoher Leistung aufzuwerten.

"Ericssons Erfahrung in EDGE und Know-How sowohl in GSM als auch UMTS waren ausschlaggebend für die Wahl als Partner von Swisscom Mobile", begründete Carsten Schloter, Chief Executive Officer von Swisscom Mobile, die Entscheidung. Ericssons EDGE-Leistungen bestehen aus der Lieferung von Hardware und Software sowie von Dienstleistungen wie Implementierung, Projektmanagement, Tuning, Tests und Mitarbeiter-Trainings. Die Implementierung in das GSM-Netz habe bereits begonnen.

Ab diesem Frühjahr sollen Kunden von Swisscom Mobile EDGE in ersten Gebieten nutzen können. Anfang des kommenden Jahres soll EDGE dann landesweit zur Verfügung stehen. Swisscom Mobile will damit in Ergänzung zu UMTS eine ausreichende Bandbreite für mobile Datenkommunikation bereitstellen. Der Ausbau des Swisscom-UMTS-Netzes wird ebenfalls weiter vorangetrieben. Erste UMTS-Angebote will Swisscom Mobile noch in diesem Jahr lancieren.

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