Organisation

Swisscom verteilt Aufgaben neu

Vor allem Geschäftskunden sollen von Neuorganisation profitieren
Von Björn Brodersen
Kommentare (4579)
AAA
Teilen

Die Swisscom will ihr Kerngeschäft mit einem umfassenden Angebot an konvergenten Multimedia-Diensten wie beispielsweise Fernsehen über die ADSL-Leitung oder auf dem Handydisplay stärken. Ausserdem sollen der Kundenservice und die Effizienz des Unternehmens verbessert werden. Um vor allem den Geschäftskunden besseren Service bieten zu können, hat der Swisscom-Verwaltungsrat jetzt einige organisatorische Anpassungen beschlossen, die in den kommenden Monaten in Kraft treten sollen. Ziel der im März beschlossenen neuen strategischen Ausrichtung ist es, verhandenes Potenzial konsequent zu nutzen sowie neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Beispielsweise soll die Ansprache der Geschäftskunden vereinfacht werden, indem die Bereiche Verkauf und Marketing zusammengefasst werden: Swisscom Solutions wird künftig die Grosskunden betreuen, Swisscom Fixnet die kleineren und mittleren Betriebe (KMU). Um Synergien in der Swisscom-Gruppe zu nutzen und die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte zu beschleunigen, werden zudem die verschiedenen Netzinfrastrukturen längerfristig zusammengeführt. Die Verantwortung für die übergreifende Technologiestrategie trägt die Hauptzentrale. Swisscom schafft zusätzlich eine gemeinsame Einheit für den technischen Kundendienst vor Ort bei Fixnet. Die Zusammenarbeit mit den bisherigen Partnern wird weiter geführt.

Die Verantwortung für die Führung der rund 100 Swisscom-Shops wird dagegen von Fixnet auf Mobile übertragen. Die Shops verkaufen schon heute zu 75 Prozent der Produkte und Dienstleistungen im Bereich Mobilfunk. Das umfassende Sortiment in der Festnetz- und Mobilkommunikation und die Aufgaben der landesweit präsenten Vertriebsstellen bleiben unverändert. Als weitere Massnahme wird die Personalbetreuung und -administration der einzelnen Gruppengesellschaften zusammengeführt. Die organisatorischen Anpassungen betreffen insgesamt rund 1'500 Mitarbeitende, deren Abteilungen in neue Organisationseinheiten überführt werden.

Teilen