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Swisscom: Aktienrückkauf für 2.2 Milliarden Franken

Ausschüttungen an Aktionäre von 3.16 Milliarden Franken geplant
Von Björn Brodersen
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Die Swisscom wird nach eigenen Angaben Aktien im Wert von rund 2.2 Milliarden Franken zurückkaufen. Dadurch will das Unternehmen bis zu acht Prozent der ausstehenden Wertpapiere zurückholen und Liquidität an die Aktionäre zurückführen. Den Aktionären werde pro Aktie eine unentgeltliche Put-Option zugeteilt, heisst es in einer heutigen Mitteilung der Swisscom. Je 23 Put-Optionen berechtigten zum Verkauf von zwei Aktien an Swisscom zum Ausübungspreis von 450 Franken. Die Optionen könnten alternativ während zehn Handelstagen an der Schweizer Börse SWX Swiss Exchange veräussert werden.

Insgesamt sollen die Aktionäre in diesem Jahr in den Genuss von Ausschüttungen in der Höhe von insgesamt rund 3.16 Milliarden Franken kommen. Der Aktienrückkauf basiert laut Unternehmen auf der im Jahr 2003 kommunizierten Ausschüttungspolitik, deren Kernelement es sei, dass nicht nur ein Teil des Reingewinns den Aktionären verfügbar gemacht wird sondern der gesamte Equity Free Cash Flow (EFCF). Dieser umfasst nach Ansicht der Swisscom die Nettoeinnahmen aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich Nettoinvestitionen in Sachanlagen und übrige immaterielle Anlagen (CAPEX), Akquisitionen und Veräusserungen von Beteiligungen, Schuldentilgungen (ohne Leasingverbindlichkeiten) und Gewinnausschüttungen an Minderheitsaktionäre.

Der im Geschäftsjahr 2005 erarbeitete Equity Free Cash Flow betrug 2.2 Milliarden Franken. Die Auszahlung der Dividende von 16 Franken pro Aktie, was einer Gewinnausschüttung von 907 Millionen Franken entspricht, erfolgte am 28. April dieses Jahres. Der restliche Teil des Equity Free Cash Flow von 1.25 Milliarden Franken wird gemäss Ausschüttungspolitik mittels Aktienrückkauf an die Aktionäre ausgeschüttet. Wie am 16. Februar bekannt gegeben, wird der Aktienrückkauf zusätzlich um eine Sonderausschüttung von einer Milliarde Franken erhöht.

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