Tarife

Die neuen ADSL-light-Angebote im Vergleich

Anbieter haben vor einigen Tagen die Bandbreite verdoppelt
Von Björn Brodersen
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Surfen per Breitbandzugang macht Spass, da sich die Seiten schneller aufbauen und grössere Datenmengen schneller heruntergeladen werden können. Allerdings ist der Internetzugang per ADSL- oder Kabelinternet-Anschluss auch mit höheren monatlichen Grundkosten als bei Internet-by-Call-Verbindungen per Analogmodem- (bis zu 56 kBit/s) oder ISDN-Karte (64 bzw. 128 kBit/s im Downstream) verbunden. Für einen ADSL-2000-Anschluss mit Flatrate-Zugang zahlen private Nutzer etwa 50 Franken im Monat.

Einen guten Mittelweg zum schnelleren Surfen finden Gelegenheitssurfer in ADSL-Anschlüssen mit geringerer Bandbreite, so genannte ADSL-light-Anschlüsse. Sie kosten weniger als 10 Franken Grundgebühr im Monat, hinzu kommen jedoch Kosten pro verbrauchtes Datenvolumen im Netz. Auf diese Weise haben Interessierte jedoch die Möglichkeit, zunächst vergleichsweise kostengünstig die Vorzüge eines schnelleren Internetzugangs auszuprobieren. Später kann man in den meisten Fällen auf Wunsch problemlos in schnellere - aber auch teurere - Anschlussangebote wechseln.

Einige Provider haben die Bandbreiten erhöht

Vor einigen Tagen haben die Internetanbieter Bluewin, sunrise und SolNet die Bandbreite in ihren ADSL-Einsteigerangeboten verdoppelt. Ab sofort surfen die Kunden nicht mehr wie zuvor mit 150 kBit/s im Downstream und 50 kBit/s im Upstream, sondern empfangen die Daten aus dem Internet mit 300 kBit/s und versenden sie mit 100 kBit/s. Gleichzeitig sind die monatlichen Grundpreise für die Breitbandzugänge unverändert geblieben: Bei der Internetmarke der Swisscom zahlen die Kunden zum Beispiel je nach gewähltem Servicepackage 9 bzw. 15 Franken im Monat. Bei sunrise dagegen kann man zwischen einem grundgebührfreien und einem 9.90 Franken teuren Zugang wählen.

Doch nicht alle Provider haben die Bandbreiten-Erhöhung mitgemacht: Bei den Anbietern Ticinocom und VTX finden Gelegenheitssurfer noch immer Zugänge mit 150/50 kBit/s vor, die monatlichen Grundpreise bewegen sich dafür zwischen 0 und 9.90 Franken.

Die Tarifdetails im Vergleich

Pro Minute und pro Megabyte abgerechnete ADSL-Angebote lassen sich nur schwer miteinander vergleichen, da zum Beispiel der Volumenverbrauch pro Stunde stark von dem Surfverhalten des Nutzers abhängt. Generell lässt sich sagen: Wer beim Surfen im Internet Zeit nehmen möchte, aber wenig Datenvolumen verbraucht, fährt sicherlich mit dem nach Megabyte abgerechneten Zugang von sunrise besser als mit den nach Onlinezeit abgerechneten Angeboten von Bluewin und SolNet, die sich wiederum eher für kurze Online-Sesions eignen.

sunrise bietet zudem mit ADSL free den einzigen Zugang unserer Auswahl, in dem keine Kosten anfallen, solange der User nicht online gegangen ist. Erst beim Surfen werden 39 Rappen pro verbrauchtes Megabyte berechnet. Im SolNet-Produkt sind zwar im monatlichen Grundpreis von 9.90 Franken 20 MB Datenvolumen bereits enthalten, der rechnerische Megabyte-Preis liegt dabei immer noch höher als im ADSL-free-Angebot von sunrise.

Für den ADSL-flex-Anschluss sollten sich Gelegenheitssurfer entscheiden, die jeden Monat mehr als 50 MB Datenvolumen im Monat verbrauchen. Wer weniger versurft, fährt dagegen mit dem ADSL-free-Anschluss günstiger. Doch Vorsicht: Bleibt der ADSL-free-Zugang länger als drei Monate ungenutzt, so wird er automatisch in ein ADSL-300-flex-Abonnement umgewandelt. Bei SolNet sparen die ADSL-light-Nutzer gegenüber dem Swisscom-Angebot. Selbst Wenigsurfer, die im Monat nur fünf Stunden online sind, zahlen mit 18.90 Franken weniger als die Swisscom-Kunden (21 Franken).

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