Feuerwehrnotruf

BAKOM und Feuerwehr diskutieren über Falschanrufe auf 118

Langfristig Migration der Nummer auf 112?
Von Janko Weßlowsky
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Vertreter des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM), der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) als Inhaberin der Nummer 118 und des Schweizerischen Feuerwehrverbands (SFV) haben heute in einer gemeinsamen Sitzung Lösungen für das Problem der Falschanrufe auf die Feuerwehrnotrufnummer 118 diskutiert. Immer öfter würden auf der Notrufnummer falsche oder fehlgeleitete Anrufe eingehen, die eigentlich einen der schweizerischen oder internationalen Auskunftsdienste unter den Vorwahlen 18xy beziehungsweise 118xyz erreichen sollten.

Insbesondere Anrufer der alten Auskunftsnummer 111 würden anschliessend immer öfter irrtümlich beim Feuerwehrnotruf landen. Daher solle hier als eine der beschlossenen Massnahmen zunächst der Sprechtext entsprechend verbessert werden, damit diese Fehlerquelle ausscheide. Desweiteren sollen die Inhaber von 18xy-Auskunftdienstnummern darauf hingewiesen werden, dass ihre Werbebotschaften so gestaltet werden, dass keine Verwechslungsgefahr mit der Nummer 118 bestehe. Eine weitere Lösung des BAKOM und der Feuerwehr besteht darin, die gewählten Nummern zu analysieren und nach der Anzahl der Ziffern zu filtern. Die technischen Details dieser Lösung müssen allerdings noch mit den Fernmeldedienstanbietern diskutiert werden, weil diese Filtrierung auf der Ebene der lokalen Telefonzentralen stattfindet.

Langfristig jedoch steht laut BAKOM die komplette Migration der Notrufnummern 117, 118 und 144 auf die Nummer 112 zur Diskussion. Dies müsse jedoch zwischen allen betroffenen Organisationen und den Kantonen geklärt werden.

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