Konzession

Swisscom bewirbt sich um Grundversorgungskonzession

Ab 2008 gehört Breitband-Internet zur Grundversorgung
Von Janko Weßlowsky
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Die Swisscom bewirbt sich um den Auftrag für die Grundversorgung ab 2008. Wie das Unternehmen heute mitteilte, sei die Bewerbung für die Grundversorgungskonzession "selbstverständlich". Die dazu nötigen Investitionen sollen dabei aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Der noch bestehende Grundversorgungsauftrag, den ebenfalls die Swisscom inne hat, endet mit Ablauf dieses Jahres. Von 2008 bis 2017 läuft dann die neue Konzession, deren Ausschreibung im Oktober 2006 von der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) im Bundesblatt publiziert wurde. Inhalt der Konzession ist der Auftrag zur Sicherstellung der Grundversorgung der Schweizer Bevölkerung mit einem Telefonanschluss und - neu ab 2008 - einem Breitband-Internetzugang. Darüber hinaus gehören die Bereitstellung öffentlicher Telefondienste, der Zugang zu Notrufdiensten, das Sperren abgehender Verbindungen, die Bereitstellung öffentlicher Sprechszellen sowie Dienstleistungen für Hör- und Sehbehinderte zum Leistungskatalog der Grundversorgung.

Der ab 2008 bereitzustellende Breitband-Internetanschluss muss den Vorgaben eines Bundesratsbeschlusses vom 13. September 2006 nach eine Übertragungsrate von mindestens 600/100 kBit/s gewährleisten. Die Swisscom verkündete, dass die Abdeckung von 100 Prozent kein Problem darstelle, da aktuell bereits 98 Prozent der Schweiz mit einem Breitband-Zugang versorgt seien.

sunrise will sich nicht an Ausschreibung beteiligen

sunrise meldete hingegen, dass sich das Unternehmen nicht an der Ausschreibung zur Grundversorgung ab 2008 beteiligen wolle. Nach eingehender Analyse habe man entschieden, dass die Chancen, die Ausschreibung auch zu gewinnen, als zu gering anzusetzen seien. Stattdessen konzentriere sich sunrise dieses Jahr auf die Öffnung der so genannten letzten Meile, welche den Einsatz bedeutender Ressourcen bedingen werde. Damit ist die Swisscom nach Auskunft des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) der einzige Bewerber um die Konzession zur Grundversorgung.

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