30 Haushalte

Swisscom testet WiMAX-Technologie im Berner Oberland

Feldversuch soll Tauglichkeit beweisen
Von Janko Weßlowsky
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Nachdem die Swisscom im Juni vergangenen Jahres eine Konzession für den drahtlosen Breitbandanschluss (Broadband Wireless Access, BWA) erworben hat, startet das Unternehmen nun den ersten Testversuch. Dabei werden künftig 30 Haushalte in der Gemeinde Boltingen im Berner Oberland mit dem WiMAX-Funkstandard versorgt. Die Installation der nötigen Technik soll für die Gemeinde kostenlos erfolgen.

Mit WiMAX wolle die Swisscom schnelle Internetzugänge auch dort ermöglichen, wo dies mit konventionellen Festnetz-Lösungen technisch nicht möglich sei. Der Erwerb der BWA-Lizenz solle dem Telekommunikationsdienstleister nun dazu dienen, Alternativen zur Datenübertragung via Telefonleitung zu testen. Man wolle herausfinden, ob sich eine solche Lösung zur Schliessung bestehender Versorgungslücken in der so genannten Grundversorgung eigne.

In der Schweiz hat bislang nur die Swisscom eine Konzession für den Betrieb eines nationalen WiMAX-Netzes erworben. Swisscom Mobile hatte für die Frequenz mit 21 MHz den Minimalpreis von 6.1 Millionen Franken entrichtet, da es zu jener Zeit keine weiteren Bieter gab. Der deutsche Anbieter Inquam Broadband [Link entfernt] hat im zweiten Bieterverfahren nun ebenfalls eine Bewerbung um eine BWA-Konzession eingereicht. Darüber möchte die Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) im März entscheiden.

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