Statistik

Sinkende Preise im Telekommunikations-Markt

Festnetz stabil, Mobilfunk günstiger
Von Ralf Trautmann
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Die Schweizer konnten sich im vergangenen Jahr über sinkende Preise im Telekommunikations-Markt freuen, wie das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) jetzt mitteilt: Die Behörde hat die Daten für 2006 nach der Methode der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) mittels drei Konsumkörbe für eine geringe, eine mittlere und eine grosse Nutzung von Telekommunikationsdiensten erhoben.

Demnach sind im Mobilfunkbereich für eine geringe Nutzung die Preise um 26 Prozent gesunken. Dies sei auf neue Angebote von Coop oder Migros, vor allem mit dem Fokus auf Prepaid-Produkte zu günstigen Konditionen, Studententarife sowie Angebote, die sich auf Telefonie und SMS beschränkten, zurückzuführen. Im Bereich der grossen Nutzung sanken die Preise durchschnittlich um 8 Prozent. In allem drei Nutzungsgruppen zeigte die Absenkung der Terminierungsentgelte einen zusätzlichen Effekt.

Im Festnetz-Bereich zeigten sich die Preise dagegen weitgehend stabil: Im Korb der geringen Nutzung sanken die Kosten lediglich um einen Prozent, im hohen Bedarf um drei Prozent. Auch hier konnten die Nutzer von sinkenden Mobilterminierungsentgelte profitieren.

Die BAKOM rechnet für die Telekommunikationsbranche zukünftig vor allem durch neue Bündelangebote mit sinkenden Preisen, die nicht zuletzt auf die Entbündelung der letzten Meile zum 1. April dieses Jahres zurückzuführen sei. Zu erwarten seien hier neben Festnetz-Internet-Kombiprodukten auch Mobilfunk-Internet-Bundle in Kombination mit Zusatzservices wie zum Beispiel Fernsehen. Sinkende Preise seien perspektivisch zudem durch eine Anpassung der Grosshandelspreise für Terminierungsentgelte zu erwarten, wie auch durch einen verstärkten Wettbewerb durch die Revision des Fernmeldegesetzes.

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