Quartalsbericht

Swisscom-Ergebnis durch Preiskampf geschwächt

Starkes Wachstum bei ADSL, jedoch sinkende Margen
Von Janko Weßlowsky
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Die Swisscom-Gruppe hat ihre aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. Diesen ist zu entnehmen, dass sich bei stagnierendem Umsatz der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) rückläufig entwickelt. Dem Bericht zufolge blieb der Umsatz der Unternehmensgruppe im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil bei 2.38 Milliarden Franken, das EBITDA hingegen sank um 6.4 Prozent auf nunmehr 968 Millionen Franken. Swisscom begründet den Rückgang des EBITDA mit sinkenden Margen im Festnetz- und Handy-Geschäft sowie höheren Kosten in Folge der Einführung von neuen Produkten wie Bluewin TV. Der Reingewinn habe nach Unternehmensangaben allerdings aufgrund des Rückkaufs von 25 Prozent an Swisscom Mobile mit 461 Millionen auf dem Vorjahresniveau gehalten werden können.

Die Anzahl der Festnetzanschlüsse nahm leicht auf 5.16 Millionen zu, was einem Wachstum von 3.2 Prozent entspricht. Allerdings nahm der Anteil an "normalen" Analog- und Digitalanschlüssen ab: Die Zahl sank um 2.2 Prozent auf 3.73 Millionen. Das Wachstum fand hingegen bei den Breitband-Anschlüssen statt: Hier konnten im ersten Quartal dieses Jahres 20.6 Prozent mehr Kunden angeschlossen werden - so dass nunmehr 1.43 Millionen Kunden einen ADSL-Anschluss von Swisscom besitzen. Im Mobilfunksektor betrug das Wachstum 7.7 Prozent auf jetzt 4.71 Millionen Kunden.

Die steigenden Anschlusszahlen konnten jedoch die fallenden Margen-Einnahmen nur teilweise kompensieren: So stieg zwar laut Unternehmensangaben bei der Nutzung von Mobilverträgen von Swisscom Mobile die durchschnittliche Anzahl verrechneter Minuten pro Kunde und Monat (AMPU) von 120 auf 127 Minuten. Als Folge der tieferen Preise sei der durchschnittliche Umsatz pro Kunde jedoch von 65 Franken auf 59 Franken gefallen.

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