Studie

Schweizer würden mehr für mobile Datendienste ausgeben

Aber noch fehlt es laut einer Studie an attraktiven Angeboten
Von Björn Brodersen
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Fehlende attraktive oder nützliche Angebote sind der Grund, dass die Schweizer Mobilfunkkunden mobile Datendienste bislang zurückhaltend nutzen. Das ist das Ergebnis der Studie Mobile Strategy 07 [Link entfernt] der auf Kommunikationsforschung und Medienberatung spezialisierten Publicom, für die unter anderem 1'200 Personen in der Deutsch- und Westschweiz sowie Experten befragt wurden. Im vergangenen Jahr haben die Schweizer laut der Studie gut 250 Millionen Franken für mobile Datendienste ausgegeben. Für das vorangegangene Jahr gab Publicom diesen Wert noch mit 130 Millionen Franken an. Wenn nützliche und attraktive Angebote zur Verfügung stünden, könnten sich die Umsätze in den nächsten fünf Jahren um weitere 620 Millionen Franken erhöhen, meinen die Autoren der Untersuchung.

Die bisherigen Angebote seien technisch zu wenig ausgereift oder versprächen einen zu geringen Nutzwert. Erste Gehversuche wie beispielsweise mit Mobile Payment oder Mobile Ticketing endeten deshalb oft in Enttäuschung. Zwar gingen die Mobilfunkkunden inzwischen immer virtuoser mit ihrem Handy um, doch die Akzeptanz für einige Datenservices habe im Vergleich zum Vorjahr sogar abgenommen.

Auf geringe Resonanz der Handybesitzer stosse beispielsweise das viel beworbene Handy-TV, auch wenn sich die Zahl der Nutzer dieses Angebots innerhalb eines Jahres verdoppelt und auch das Interesse daran deutlich zugenommen habe. Stark zugelegt habe auch die Nachfrage nach mobiler Musik. Als am attraktivsten würden Service-Informationen aus dem Freizeit- und Verkehrsbereich gelten.

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