Wettbewerb

Auch Orange klagt gegen Swisscoms Handy-ADSL-Abo

Zuvor hatte schon sunrise die Wettbewerbskommission angerufen
Von Björn Brodersen
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Auch der Telekommunikationsanbieter Orange reicht bei der Wettbewerbskommission eine Klage gegen das Handy-ADSL-Bündelangebot der Swisscom ein. Grund sei, dass die Swisscon es ablehne, Orange ein gleichwertiges Grosshandelsangebot zu machen, teilte Orange heute mit. Zuvor hatte bereits sunrise Klage gegen das entbündelte Kombiangebot eingereicht. Beide Swisscom-Wettbewerber sehen in dem Angebot einen Missbrauch von Swisscom ihrer marktbeherrschenden Stellung sowohl im Breitband- als auch im Mobilfunk-Bereich.

Der "Marktdominator" verdränge die Konkurrenz, indem er mit dem bestehenden und dem bereits angekündigten, zukünftigen Grosshandelsangebot verhindere, dass Mitbewerber ein auch nur annährend vergleichbares Angebot auf dem Markt realisieren können, ohne dieses mit einem ruinösen Betrag subventionieren zu müssen, erklärte heute Orange. Das Anbieter aus Lausanne habe in Verhandlungen erfolglos versucht, Wiederverkaufskonditionen zu erhalten, mit denen ein gleiches Angebot für Orange-Kunden möglich gewesen wäre. Solche Wiederverkaufskonditionen will Orange nun mit dem Gang vor die Wettbewerbskommission erzwingen.

Orange bietet als Mobilfunkbetreiber und ADSL-Wiederverkäufer seit Juni ein Angebot an, bei dem die eigenen Mobilfunkkunden bei einem ADSL-Anschluss von günstigeren Tarifen profitieren können, allerdings müssen sie weiterhin 25.25 Franken Festnetz-Grundgebühr an die Swisscom entrichten. Alternativ könnte Orange selbst diese Kosten für die Kunden übernehmen.

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