DDoS

Internet-Angriff legt Swisscom-Zugänge lahm

Angeblich rund 3 500 Kunden betroffen
Von Ralf Trautmann
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Ein so genannter DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service), bei dem extrem viele gleichzeitige Zugriffe mit dem Ziel der Serverüberlastung erfolgen, hat gestern den IP-Plus-Service der Swisscom lahmgelegt. Medienberichten zufolge sollen bis zu 3 500 Nutzer betroffen gewesen sein, darunter Kunden des Swisscom-Internet-Service Bluewin. IP Plus ist Teil des Swisscom-Backbones, so dass auch Kunden anderer Internet-Provider betroffen sein können. Der Angriff soll sich aber nicht gegen die Swisscom direkt gerichtet haben, sondern "lediglich" über die Infrastruktur des Unternehmens gelaufen sein. Die Verursacher des DDoS-Angriffs seien nicht bekannt.

Laut dem Unternehmen wurden ab 17.15 Uhr Performance-Probleme festgestellt. Kurz nach 22 Uhr meldete IP Plus, dass es sich um DDoS-Datenverkehr gehandelt habe, die Schwierigkeiten aber zum grössten Teil behoben seien. Um 23.25 Uhr dann gab IP Plus bekannt, das entsprechende Daten-Verkehr nachgelassen habe und der IP-Plus-Service wie auch die Router der Swisscom und die internationalen Peering-Points wieder alle funktionierten. Allerdings verzeichnet IP Plus die DDoS-Attacke immer noch unter "aktuellen" Problemen. In der Vergangenheit war auch teltarif schon von vergleichbaren Angriffen betroffen.

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