Bilanz

Swisscom: Weniger Festnetz-, mehr Mobilfunk-Kunden

Unternehmen erzielt 2007 deutlich mehr Umsatz und Gewinn
Von Björn Brodersen mit Material von dpa
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Der grösste Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom hat im vergangenen Jahr dank der Übernahme des italienischen Breitbandanbieters Fastweb einen Wachstumsschub verzeichnet. Der Reingewinn kletterte um 30 Prozent auf 2.9 Milliarden Franken, wie das Unternehmen heute in Zürich mitteilte. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 11.0 Milliarden Franken.

Das Ergebnis sei stark durch die Übernahme von Fastweb geprägt, die die Swisscom im Mai gekauft hatte. Ohne das italienische Unternehmen wäre der mit dem Vorjahr vergleichbare Umsatz lediglich um 0.3 Prozent gestiegen. Überdies trugen Einmaleffekte nach Verkäufen zum Gewinnsprung bei. Im laufenden Jahr erwartet die Swisscom einen Umsatz von 12.3 Milliarden Franken.

Kundenverluste im Festnetzbereich

Der Umsatz von Fixnet mit externen Kunden nahm 2007 gegenüber dem Vorjahr um 3.6 Prozent auf 3.861 Milliarden Franken ab. Der Rückgang der Festnetzanschlüsse und der Verkehrsumsätze aufgrund von Preissenkungen, der Substitution durch Mobiltelefone sowie des Wettbewerbs mit den Kabelnetzbetreibern und alternativen Anbietern konnte durch das weiterhin starke Wachstum bei den Breitbandanschlüssen und beim TV-Angebot nur teilweise kompensiert werden. Die Zahl der Festnetzanschlüsse inklusive Breitbandanschlüsse erhöhte sich um 3.4 Prozent auf 5,29 Millionen. Die Breitbandkommunikation verzeichnete im Jahresvergleich ein starkes Wachstum: Die Zahl der Breitbandanschlüsse stieg um 17,1 Prozent auf 1,6 Millionen. Per Ende 2007 haben sich rund 70'000 Kunden für Bluewin TV entschieden.

Das Betriebsergebnis (EBITDA) des Segments Fixnet liegt bereinigt um Sondereffekte auf Grund von Interkonnektionsverfahren in den Jahren 2006 und 2007 um 174 Millionen (8,8 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Anhaltender Kundenzuwachs beim Mobilfunk

Der Umsatz von Mobile mit externen Kunden nahm um 2,7 Prozent auf 3.757 Milliarden Franken zu. Hauptgründe für die Umsatzzunahme sind der anhaltende Kundenzuwachs, das Wachstum bei neuen Datendiensten sowie kleinere Firmenübernahmen im Vorjahr. Der Umsatz mit neuen Datendiensten (ohne SMS) stieg um 73 Millionen auf 288 Millionen. Als Folge des höheren Umsatzes und Kosteneinsparungen hat das Betriebsergebnis (EBITDA) um 0,9 Prozent auf 1.817 Milliarden Franken zugenommen. Die Zahl der Mobile-Kunden stieg um netto 375'000 (8,1 Prozent) auf über 5 Millionen. Ende 2007 nutzten rund 2,2 Millionen Kunden die Produkte der Liberty-Familie und 360'000 Kunden das Prepaid-Produkt M-Budget Mobile.

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