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Die neuen Mobil-Abos von Tele2 im Detail

Kurztelefonierer finden bei Prepaid-Anbietern günstigere Angebote
Von Björn Brodersen
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Der Mobilfunkbetreiber Tele2 hat heute wie erwartet neue Mobilfunk-Tarife vorgestellt. Die genauen Konditionen der Abonnements Big Deal und Smart Deal sowie der Prepaid-Variante des Smart-Deal-Tarifs hat der Anbieter jetzt auf seiner Website [Link entfernt] veröffentlicht. Beide neuen Mobilfunk-Abos bieten einen Einheitspreis für Telefonate ins Schweizer Festnetz sowie in die nationalen Mobilfunknetze. Wer eines der neuen Abonnements bis zum 30. Juni bucht und in eine 24-monatige Mindestvertragslaufzeit einwilligt, spart in den ersten beiden Nutzungsmonaten das Grundentgelt. Der Tarif Smart Deal ist alternativ auch mit 12 Monaten Mindestvertragslaufzeit erhältlich.

Im 25 Franken pro Monat teuren Tarif Big Deal beträgt der Einheitspreis für Handy-Telefonate im Inland 39 Rappen pro Stunde an, im 19 Franken pro Monat teuren Tarif Smart Deal sind es 19 Rappen pro Minute plus 9 Rappen pro Verbindungsaufbau - jeweils bei Abrechnung im Minutentakt. Die Gesprächspreise gelten auch für Abfragen der Voicebox. Für den Versand einer SMS-Mitteilung zahlen Big-Deal-Nutzer 20 Rappen, Smart-Deal-Nutzer 15 Rappen. Die SIM-Karte kostet in beiden Fällen einmalig 40 Franken.

Den Smart-Deal-Tarif bietet Tele2 auch als Prepaid-Variante an. Hier zahlen die Kunden keine monatliche Grundgebühr und profitieren sogar von einem günstigeren SMS-Preis von 10 Rappen pro versendeter Kurznachricht. Die Smart-Deal-Tarifvarianten ersetzen die bisherigen Mobile One und Mobile One Prepaid.

Weniger attraktiv als die Gesprächspreise sind die Kosten für die Nutzung von mobilen Datendiensten. Für mobile Datenübertragungen via GPRS berechnet Tele2 den Big-Deal-Nutzern 3.50 Franken pro übertragenem Megabyte, den Smart-Deal-Kunden (Postpaid und Prepaid) 2.50 Franken. Datenpakete werden 10 kB-Schritten abgerechnet.

Erstes Angebot mit Stunden-Abrechnung für alle Schweizer Netze

Tele2 ist der erste Schweizer Mobilfunkbetreiber, der einen pro Stunde abgerechneten Mobilfunktarif in alle Schweizer Netze - also auch in fremde Mobilfunknetze - lanciert. In ihren Stundentarifen wie etwa basic liberty, swiss liberty und pro liberty rechnet Swisscom Mobile nur Gespräche ins Schweizer Festnetz, ins Netz von Swisscom Mobile und Abfragen der Combox in Stunden-Schritten ab.

Solche Angebote eignen sich vor allem für Handy-Besitzer, die nicht viel telefonieren, sondern meist sehr lange Gespräche führen. Allerdings fällt auch schon bei sehr kurzen Telefonaten der Preis für ein einstündiges Gespräch an. Im Gegensatz zu Tele2 sind bei Swisscom Mobile wenigstens Anrufe, die auf eine Combox führen, gratis, wenn die Verbindung nicht mehr als 4 Sekunden lang besteht. Wenig- und Kurztelefonierer finden bei den Prepaid-Anbietern grundgebührfreie und damit günstigere Mobilfunk-Anschlüsse. Bei diesen Anbietern ist oftmals auch der SMS-Preis niedriger als bei Tele2.

Man darf gespannt sein, ob sich das neue Preismodell von Tele2 nicht nur für die Nutzer, sondern auch für den Anbieter rechnet. Tele2 Schweiz will auch in Zukunft auf die Mobiltelefonie setzen. In sechs bis sieben Jahren mit 15 Prozent Marktanteil und über einer Million Kunden einer der Top 3-Player im Schweizer Mobil-Markt zu sein, lautet das Ziel. Die eigene Infrastruktur will Tele2 ebenfalls weiter ausbauen.

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