Zahlen

Auch Sunrise kämpft mit Preissenkungen

Niedrigerer Umsatz und Gewinn trotz Kundenplus
Von Björn Brodersen
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Der Telekommunikationsanbieter Sunrise hat im ersten Quartal dieses Jahres die Zahl seiner Mobilfunkkunden um 9.8 Prozent auf 1.55 Millionen steigern können. Die Gesamtzahl der Kunden von Sunrise nahm im selben Zeitraum um 1.8 Prozent auf 2.28 Millionen zu. Preissenkungen im Mobilfunk sowie Abwanderungen im Festnetzbereich haben jedoch auch bei Sunrise den Umsatz und den Gewinn geschmälert: Der Umsatz im ersten Quartal 2008 lag mit 447 Millionen Franken um 5.2 Millionen Franken niedriger als im Vorjahreszeitraum, der Reingewinn ging um 45 Millionen Franken auf 27 Millionen Franken zurück. Für den Rückgang der Zahl der Festnetzkunden macht das Unternehmen eine "schleppende Liberalisierung" sowie "überhöhte Grosshandelspreise von Swisscom" verantwortlich.

Neben den Investitionen in Preissenkungen treibt Sunrise nach eigener Aussage den Ausbau der Infrastruktur im Mobilfunknetz und Festnetz voran. Insgesamt hat der Anbieter im ersten Quartal 2008 24 Millionen Franken investiert, um das Mobilfunknetz auszubauen und die Entbündelung der Letzten Meile voranzubringen. Die Investitionen seien im Vergleich zum ersten Quartal 2007 tiefer als geplant ausgefallen. Gründe dafür seien erschwerte Baubedingungen bei Mobilfunkantennen, der ins laufende Quartal verzögerte Ladenumbau sowie die Blockade beim Zugang zum Datennetz (Bitstrom).

Man halte aber trotz der schwierigen Marktbedingungen an der Investitionsstrategie fest und erschliesse 80 Prozent der Bevölkerung bis Ende 2010 mit eigener Breitband-Infrastruktur, teilte Sunrise heute mit. Bis zum 1. Mai habe das Unternehmen 73 Ortszentralen ausgerüstet und eigene Infrastruktur erstellt. Bis Ende des Jahres werde das Unternehmen 153 Zentralen und rund 38 Prozent der Bevölkerung erschliessen.

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