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ComCom fordert günstigere Ausland-SMS-Preise

Schweizer Unternehmen signalisieren Kooperationsbereitschaft
Von Marc Kessler
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Die Preise für Auslands-SMS sollten auch in der Schweiz günstiger werden. Das fordert zumindest ComCom-Präsident Marc Furrer. Gestern hatten die EU-Telekommunikationsminister einen Gesetzesentwurf von Medienkommissarin Viviane Reding gebilligt, wonach Auslands-SMS innerhalb der EU ab Juli 2009 nur noch 11 Cent plus Mehrwertsteuer kosten dürfen. Der Bundesrat will die Tarife für grenzüberschreitende Mobiltelefonie hingegen nicht deckeln, wie Bundesrat Moritz Leuenberger noch vor kurzem erklärt hatte.

In der Schweiz kostet eine Auslands-SMS derzeit etwa doppelt so viel wie der festgelegte europäische Höchstwert. Immerhin haben die Schweizer Telekommunikationsunternehmen nun angekündigt, auch ihre Preise zu überdenken, wenn die geplante EU-Verordnung im kommenden Jahr in Kraft tritt. Notwendig ist dazu noch die Zustimmung des EU-Parlaments.

Nach dem Plan von Reding sollen zudem die Telefonie-Preise innerhalb der EU von 2010 bis 2012 in drei jährlichen Schritten weiter gesenkt werden, so dass ab Juli 2012 im Euro-Tarif nur noch rund 34 Cent (52,5 Rappen) für abgehende und rund 10 Cent (15,5 Rappen) - jeweils plus Mehrwertsteuer - für angenommene Anrufe innerhalb der EU anfallen sollen. Für Daten soll der Grosshandelspreis, den sich die Anbieter untereinander berechnen, spätestens ab Juli 2010 auf netto 1 Euro pro Megabyte (1,54 Franken) gedeckelt werden.

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